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Bau- und Entsorgerverbände warnen vor Entsorgungsnotstand bei teerhaltigen Abfällen


Verbände fordern pragmatische Lösungen
für die Entsorgung von Straßenaufbruch.
14.10.2019 − 

Die Entsorgung von teer- und pechhaltigem Straßenaufbruch stellt die Bau- und Entsorgungswirtschaft vor immer größere Probleme. In einem letzte Woche unter anderem an BMU-Abteilungsleiterin Regina Dube verschickten Schreiben konstatieren der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) sowie mehrere Verbände aus der Bauwirtschaft eine seit längerem kritische Entsorgungssituation, die sich zuletzt deutlich verschärft habe und sich immer weiter zuspitze. Die wirtschaftliche Belastung in Form der Kosten für Zwischenlagerung und Export in die Niederlande sei erheblich.

Mit Nachdruck fordern die Verbände daher „kurz- und mittelfristig pragmatische Lösungen“, wozu auch die Rückkehr zum zuletzt unzulässigen Einbau der Materialien als Tragschicht im Straßenbau zählen sollte. Eine langfristige Lösung könne dann im Aufbau nationaler thermischer Behandlungsanlagen liegen.

Die Diskussionen um den Umgang mit teerhaltigem Straßenaufbruch dauern schon einige Jahre an. Auslöser war ein Prüfbericht des Bundesrechnungshofs aus dem Jahr 2013, in dem die Behörde zu der Einschätzung gelangte, dass der Bund keine krebserregenden Stoffe mehr in seine Straßen einbauen sollte. Daraufhin verfasste das Bundesverkehrsministerium im September 2015 das „Allgemeine Rundschreiben Straßenbau 16/2015“, in dem der Einbau von Baustoffgemischen mit teer-/pechhaltigen Bestandteilen in Bundesfernstraßen mit Wirkung ab Anfang 2018 untersagt wurde.

Zur Ausschleusung dieser PAK-haltigen Abfälle aus dem Stoffkreislauf schreibt der Bund zwar keinen bestimmten Entsorgungspfad vor. Empfohlen werden aber thermische Verfahren. Die Bau- und Entsorgungswirtschaft beklagt, dass aufgrund dieser Empfehlung in einigen Bundesländern die Entsorgung von teer- und pechhaltigem Straßenaufbruch ausschließlich mittels thermischer Behandlung ausgeschrieben wird. Ein Problem dabei: In Deutschland gibt es bisher keine derartigen Behandlungsanlagen.

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