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Alttextilmarkt: Überangebot an Sammelware einer Knappheit gewichen

Altkleider Container
Wegen der geschlossenen Geschäfte ist am
Altkleidermarkt die Sammelware derzeit eher knapp.
06.04.2021 − 

Auf dem Markt für Alttextilien ist das über den Winter bekundete Überangebot an Originalsammelware spürbar gesunken. "Wir haben unsere Lagerbestände komplett abgebaut", schilderte etwa ein großes Sammelunternehmen und bestätigte damit die Einschätzung im Markt. Teilweise war sogar von einer gewissen Knappheit bei der Versorgung mit Sammelware die Rede.

Insbesondere im Februar und bis Mitte März gingen die Sammelmengen witterungsbedingt deutlich zurück - und durch den geschlossenen Einzelhandel sei der Nachschub in den Kleiderschränken ausgeblieben. "Wer nichts Neues kauft, wirft auch nichts Altes weg", lautet hier das Argument.

Dass diese Entwicklung aber von Dauer sein werde, halten Branchenkenner indes für wenig wahrscheinlich. Denn mit steigenden Temperaturen hätten inzwischen die Mengen in den Sammelbehältern wieder angezogen und mit dem Monat April stehe der neben dem Oktober traditionell sammelstärkste Monat erst noch bevor.

Export Richtung Osteuropa leitet unter dem Lockdown

Absatzseitig verläuft das Afrikageschäft dem Vernehmen nach weiterhin vergleichsweise gut, während der wichtige Export Richtung Osteuropa weiter unter dem Lockdown leidet. Gleiches gilt für das Shopgeschäft.

Hinsichtlich der weiteren Entwicklung ist die Verunsicherung in der Brache groß, man schaue "von Tag zu Tag" und "fährt auf Sicht". Grundsätzlich sei der Bedarf ab Secondhand-Ware zwar international vorhanden, alles hänge aber vom Fortgang der Pandemie ab.

Den vollständigen Marktbericht zum deutschen Alttextilmarkt inklusive des aktuellen Preisrahmens für Originalsammelware lesen Sie in Ausgabe 14/2021 von EUWID Recycling und Entsorgung.

Marktbericht für Alttextilien

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