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Aldi will bis 2022 ausschließlich recycelbare Verpackungen

Bei Aldi soll es künftig nur noch recycelbare Verpackungen geben.
Bei Aldi soll es künftig nur noch
recycelbare Verpackungen geben.
30.08.2018 − 

Die Lebensmitteldiscounter Aldi Nord und Aldi Süd wollen die Recyclingfähigkeit ihrer in Verkehr gebrachten Verpackungen deutlich verbessern. Wie die beiden Schwesterunternehmen in der vergangenen Woche mitteilten, wollen die beiden Discounter bis zum Jahr 2022 die Eigenmarken-Verpackungen zu 100 Prozent recycelbar sein. Bereits im kommenden Jahr will Aldi die Eigenmarken-Verpackungen nach einem externen Schema bewerten, um diese hinsichtlich bestimmter – nicht näher genannter – Nachhaltigkeitskriterien zu optimieren.

Mit dieser Selbstverpflichtung wollen die beiden Aldi-Konzerne nach eigener Darstellung den Ausbau der Kreislaufwirtschaft in Deutschland fördern und die mit der Kunststoffstrategie vorgelegten Pläne der EU-Kommission unterstützen. „Um unsere anspruchsvolle Planung umsetzen zu können, bewerten wir gemeinsam mit unseren Partnern alle Verpackungen und prüfen systematisch, inwiefern sie sich nachhaltiger gestalten oder einsparen lassen“, erklärt Rayk Mende, Geschäftsführer Corporate Responsibility bei Aldi Nord.


Die "Verpackungsmission" des Discounters Aldi (Quelle: Aldi Süd)

Besonders im Fokus stehe dabei Obst und Gemüse: In Folie eingeschweißte Artikel stünden symbolisch für die Frage nach der Notwendigkeit von Verpackungen, so Aldi. Die beiden Aldi-Konzerne wollen daher die Verpackungsmenge bei Obst und Gemüse – unter Berücksichtigung der Produktqualität und der Lebensmittelverluste – größtmöglich reduzieren. Gleichzeitig soll das Angebot an unverpackten Produkten stetig erweitert werden.

30 Prozent weniger Verpackungen bis 2025

Bis 2025 will Aldi darüber hinaus mit der „Verpackungsmission“ genannten Kampagne die in Verkehr gebrachte Verpackungsmenge um 30 Prozent senken. Als Vergleichswert soll die Verpackungsmenge des Jahres 2015 dienen.

Die Ankündigung kommt in einer Zeit, in der die dualen Systembetreiber für das kommende Jahr deutlich höhere Lizenzentgelte für Verpackungsabfälle angekündigt haben. Für Sammlung, Sortierung und Verwertung der Verpackungsabfälle rechnen die dualen Systembetreiber mit bis zu 30 Prozent höheren Ausgaben. Weil die Lizenzmengen jedoch trotz der neuen Zentralen Stelle nicht um 30 Prozent steigen werden, halten die Systembetreiber eine Anhebung der Lizenztarife ab 2019 für unausweichlich (siehe Artikel in EUWID 35/2018).

Darüber hinaus hat die Schwarz-Gruppe – Mutterkonzern des Aldi-Konkurrenten Lidl – für das Jahr 2020 ein eigenes duales System angekündigt.

Den kompletten Bericht dazu lesen Sie diese Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 36/2018. Der Text steht zudem bereits in unserem E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

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