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Umweltausschuss im EU-Parlament will weitere Kunststoffprodukte verbieten


Solche Verpackungen sollen nach dem Willen der
EU-Abgeordneten bald der Vergangenheit angehören.
10.10.2018 − 

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat dafür gestimmt, die geplante EU-Richtlinie zur Verringerung der Umweltbelastung durch bestimmte Kunststoffprodukte in Teilen zu verschärfen. Nach seinem Willen sollen auch Lebensmittel- und Getränkebehälter aus EPS, Kunststoffbeutel mit einer Wandstärke unter 15 Mikron sowie Verpackungen und Mulchfolien aus oxo-abbaubaren Kunststoffen ab 2021 verboten werden. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, Einwegprodukte aus Kunststoffen wie zum Beispiel Wattestäbchen, Geschirr und Luftballonstäbe zu verbieten.

Der Ausschuss fordert außerdem ab 2025 einen Mindestgehalt an Recyclingmaterial von 35 Prozent in Getränkeflaschen aus Kunststoff. Neben weiteren Änderungen stimmte er auch dafür, ein Verminderungsziel für den Verbrauch an Zigarettenfiltern aus Kunststoff in die Richtlinie aufzunehmen. Das Ziel ist, sie durch umweltfreundliche und biologisch abbaubare Alternativen zu ersetzen. Der ursprüngliche Vorschlag der EU-Kommission sieht bereits vor, dass sich die Tabakindustrie an den Kosten für das Entfernen und Entsorgen von Zigarettenkippen beteiligt.

Das Plenum des Europäischen Parlaments wird am 23. Oktober über den Richtlinienvorschlag abstimmen. Anschließend sollen am 6. November die Verhandlungen mit dem EU-Rat beginnen. Ihr Ziel ist, einen Richtlinientext auszuarbeiten, der vor den Europawahlen im Mai 2019 von den beiden Ko-Gesetzgebern EU-Parlament und Rat endgültig verabschiedet werden kann.

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