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Remondis darf Deponie Haus Forst reaktivieren


(Symbolbild)
18.07.2018 − 

In Nordrhein-Westfalen entsteht zusätzliches Deponievolumen für mineralische Abfälle der Deponieklasse I (DK I). Wie die Bezirksregierung Köln in ihrem aktuellen Amtsblatt mitteilt, erging Ende Juni der Planfeststellungsbeschluss für die von der Remondis GmbH Region Rheinland beantragte Wiederinbetriebnahme des Deponiestandortes „Haus Forst“ im Rhein-Erft-Kreis. Remondis will noch ungenutzte vorhandene Flächen der 2005 stillgelegten Deponie für die Ablagerung von rund 4,4 Mio Kubikmetern DK I-Abfällen nutzen. Abgelagert werden sollen vor allem Schlacken aus den Müllverbrennungsanlagen Bonn und Leverkusen.

Die auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube gelegene Deponie Haus Forst wurde im Juli 1977 als Deponie der Klasse II planfestgestellt und von 1979 bis 2005 als Hausmülldeponie des Rhein-Erft-Kreises zur Ablagerung von Siedlungsabfällen genutzt. Von dem ursprünglich genehmigten Ablagerungsvolumen von rund 8,6 Mio Kubikmetern wurde bis zur Stilllegung nur etwa die Hälfte (3,98 Mio m³) aufgebraucht.

Die jetzt geplante Wiederinbetriebnahme der Deponie Haus Forst rechtfertigte Remondis im Planfeststellungsantrag mit dem dringenden Bedarf für zusätzliche DK I-Deponievolumina in Nordrhein-Westfalen und verwies hierzu auf die von den Forschungsinstituten INFA und Prognos Anfang 2014 vorgestellten Deponie-Bedarfsanalyse. Laut Bezirksregierung hat das Unternehmen nachvollziehbar belegt, dass der Deponiebedarf in der geplanten Größe vorliegt.

Mit Stand Juni 2018 gebe es im Regierungsbezirk Köln kein ausreichendes DK I-Volumen, das der geforderten zehnjährigen Entsorgungssicherheit genüge. Ohne Änderung des Regionalplans gebe es auch keinen anderen Standort, der aus regionalplanerischer Sicht als Deponiestandort zugelassen werden dürfte. Für das Vorhaben sprächen insbesondere auch dessen Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit, denn es führe zu keinem neuen Flächenverbrauch.

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