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Landkreistag fordert sofortiges Exportverbot für Kunststoffabfälle


Landkreistag veröffentlicht Positionspapier
zum Umgang mit Kunststoffabfällen.
30.09.2019 − 

Der Deutsche Landkreistag fordert ein sofortiges Exportverbot für Plastikmüll. Zugleich tritt der Spitzenverband dafür ein, die Wertstoffsammlung in die kommunalen Hände zu überführen. Zudem soll das Einwegpfand auf Kunststoffflaschen ausgeweitet werden. Nicht zuletzt fordert der Verband die Kommunen auf, mehr Produkte aus Recyclingrohstoffen zu beschaffen. Das geht aus einem neuen Positionspapier des Landkreistages hervor.

Deutschland verfüge über eine funktionierende Entsorgungsstruktur und Recyclingwirtschaft, heißt es in dem Papier. Der hierzulande anfallende Müll müsse auch hier verwertet werden. Dies sichere wichtige Ressourcen, spare lange Transportwege und leiste einen Beitrag, den Plastikmüll in den Meeren zu reduzieren, argumentiert der Verband.

Im Übrigen tritt der Landkreistag dafür ein, zügig die EU-Verbote für Einwegartikel wie Strohhalme, Geschirr und Wattestäbchen konsequent umzusetzen als ein Baustein einer Gesamtstrategie. Gleichwohl sieht der kommunale Spitzenverband aber weitere gesetzliche Verbote wie etwa das vom Bundesumweltministerium derzeit geplante Plastiktütenverbot kritisch und hält freiwillige Vereinbarungen für "vorzugswürdig".

Einen ausführlichen Bericht zur Positionierung des Landkreistags lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 40/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text bereits in unserem E-Paper zur Verfügung:

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