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Klare Mehrheit für Verbot von Einwegplastik-Produkten


(Symbolbild)
28.06.2018 − 

Der Vorschlag der EU-Kommission, bestimmte Einwegplastik-Produkte zu verbieten, für die es preislich erschwingliche Alternativen gibt, stößt in Deutschland auf große Zustimmung in der Bevölkerung. Wie eine aktuelle YouGov-Umfrage in Zusammenarbeit mit Statista zeigt, finden drei Viertel der Befragten umweltfreundliche Pendants zu Wegwerf-Produkten aus Plastik gut bis sehr gut.

Besonders die Über-55-Jährigen (83 Prozent) befürworten dies. Jeder sechste Befragte findet die Idee hingegen nicht gut. Damit greift die EU-Kommission ein Thema auf, dass den Deutschen auch schon privat wichtig ist. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass sie bereits auf Plastik verzichten, wenn es möglich ist, um nachhaltiger zu leben.

Die EU-Kommission hatte Ende Mai ihre Pläne im Kampf gegen Einwegprodukte aus Kunststoffen vorgestellt, um die Meeresverschmutzung durch Plastikabfälle zu reduzieren. Ins Visier nimmt sie dabei zehn Produktkategorien, auf die zusammen 70 Prozent des in den Meeren gefunden Abfalls entfällt.

Für die verschiedenen Produkte sollen dabei unterschiedliche Maßnahmen ergriffen werden. An oberster Stelle steht dabei ein Verbot. Hiervon betroffen sind Wattestäbchen, Einweggeschirr und Besteck sowie Stäbe für Luftballons. Für diese Produkte gebe es bereits erschwingliche Alternativen zu Kunststoff, so dass sie vom Markt genommen werden könnten, erklärte die Kommission.

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