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Keine eigene Monoverbrennungsanlage: Bonn tritt Klärschlamm-Kooperation bei

In Bonn wird es keine Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm geben.
In Bonn wird es keine Monoverbrennungsanlage für
Klärschlamm geben.
26.06.2019 − 

Es wird keine Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm in Bonn geben. Der Rat der Stadt hat beschlossen, der Klärschlammkooperation Rheinland (KKR) beizutreten, teilte die Stadtverwaltung mit.

Damit setze Bonn bei der künftigen Verwertung von Klärschlamm auf eine Kooperation mit anderen Abwasserentsorgern, insbesondere auf eine gemeinsame Entsorgung mit der Stadt Köln. "Mit dem Beschluss ist der Weg zu einer ökologisch optimalen, sicheren und langfristigen Entsorgung des Bonner Klärschlamms gewährleistet", sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan.

Keine Mehrheit im Stadtrat

Jährlich fallen in den vier Bonner Kläranlagen rund 7.000 bis 8000 Tonnen Klärschlamm an. Derzeit wird der Klärschlamm in einer eigenen kleinen Verbrennungsanlage auf dem Gelände der Kläranlage Salierweg verbrannt wird. Diese Klärschlammverbrennungsanlage werde aufgrund ihres Alters – Baujahr 1981 – und der extremen Beanspruchung in einigen Jahren nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sein betrieben werden können. Auch wenn die Anlage noch immer über moderne Verfahrenstechnik verfüge, sei sie vergleichsweise klein und somit unwirtschaftlicher als größere Anlagen. Durch das Alter der Anlage ergebe sich ein weitgehender technischer Verschleiß und damit hoher Reparaturaufwand.

Zunächst hatten die Bonner eine neue, eigene Monoverbrennungsanlage geplant, die die Stadtwerke Bonn gerne an die hauseigene Müllverbrennungsanlage angedockt hätte. Mit einer Kapazität von rund 30.000 Tonnen wäre die Verbrennungsanlage in etwa so groß gewesen wie andere Anlagen, die derzeit im Rest der Republik geplant, genehmigt und gebaut werden. Doch in der Politik fanden die Befürworter einer Monoverbrennungsanlage an der MVA Bonn bis zuletzt keine Mehrheit. Daher schlug die Verwaltung nun vor, nun doch gemeinsame Sache mit dem Kölner Stadtentwässerungsbetrieb (StEB) sowie weiteren Abwasserentsorgern der Region zu machen.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 27/2019 von EUWID Recycling und Entsorgung.

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