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Veolia: Erste PET-Recyclinganlage in Norwegen


In Norwegens erster PET-Recyclinganlage will Veolia
künftig bis zu 25.000 Pfandflaschen im Jahr recyceln.
09.06.2021 − 

Veolia hat heute in Norwegen eine Anlage zum Recycling von PET-Pfandflaschen am Standort Fetsund offiziell eröffnet. Norwegens erste PET-Recyclinganlage für Pfandflaschen mit einer Kapazität von bis zu 25.000 Tonnen pro Jahr werde fortan über 80 Prozent des gesamten Pfand-Einwegflaschenaufkommens des Landes stofflich verwerten, teilte das Unternehmen mit.

„Die Anlage zeigt, dass wir an der Spitze der Welt stehen und ich freue mich auf weitere Schritte in Richtung Kreislaufwirtschaft“, lobte Norwegens Finanzminister Jan Tore Sanner die Anlage nach der Besichtigung. Heute werden 92 Prozent der verkauften 585 Mio PET-Getränkeflaschen im Land gesammelt. Bisher wurden jährlich etwa 22.000 Tonnen Pfandflaschen zum Recycling von Norwegen nach Deutschland, Schweden und in die Niederlande exportiert.

Für die Veolia PET Deutschland GmbH ist die Anlage in Fetsun neben den Anlagen in Rostock, in Frauenfeld in der Schweiz und im schwedischen Norrköping bereits die vierte Recyclinganlage, die lebensmitteltaugliche PET-Pellets herstellt.

Partner ist Infinitum AS, der Betreiber des norwegischen Pfand-Einwegsystems, er sortiert am Standort Fetsund, etwa 30 Kilometer nordöstlich von Oslo, die Flaschen vor. Durch den in den vergangenen beiden Jahren erfolgten Bau der Recyclinganlage am gleichen Standort wurden die Logistikwege drastisch verkürzt. Dies und der künftig gesteigerte Einsatz von Rezyklat bei der Herstellung neuer Flaschen trage zur Reduktion von klimaschädlichen Kohlendioxidemissionen bei und unterstütze die Kreislaufführung des Kunststoffes PET.

Matthias Harms, CEO von Veolia Deutschland, zeigte sich zuversichtlich, dass mit der Unterstützung des Partners Infinitum und anderen Beteiligten die neue Recyclinganlage einen erfolgreichen PET-Materialkreislauf in Norwegen aufbauen wird. Veolia arbeite seit mehr als zehn Jahren mit Infinitum zusammen. Die Pandemie-Beschränkungen hatten zu Verzögerungen bei der ursprünglich für Ende des letzten Jahres angekündigten Fertigstellung der Anlage geführt, die nach früheren Angaben von Infinitum knapp 20 Mio € kosten sollte und künftig 30 Mitarbeiter beschäftigen werde.

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