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Thailand schließt Häfen für Kunststoffabfall und E-Schrott

Kunststoffabfall und E-Schrott nicht mehr erwünscht: Der Hafen von Bangkok.
Kunststoffabfall und E-Schrott nicht mehr erwünscht:
Der Hafen von Bangkok.
04.07.2018 − 

Die thailändische Regierung verbietet die Einfuhr von E-Schrott und Kunststoffabfällen. Nach Angaben des National News Bureau of Thailand hat das Department of Industrial Works (DIW) Ende Juni die Einfuhr von Elektronik- und Kunststoffabfällen mit sofortiger Wirkung verboten.

Anfang des Monats berichtete der regierungseigene Nachrichtendienst, dass die Zollbehörde nach zahlreichen Vorfällen von Sondermüllschmuggel auch die Inspektionen von Schiffscontainern verstärken würde. Als Ergebnis der verstärkten Kontrollen würden die Zollbeamten alle Container durchleuchten, anstatt sich auf Stichproben zu verlassen.

Nach Angaben des National News Bureau wurden in diesem Jahr bisher rund 37.000 Tonnen Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE) nach Thailand importiert, seit Anfang 2017 sind es 116.000 Tonnen. Der Großteil des Materials bestand aus elektronischen Komponenten und Leiterplatten, die aus Singapur und Hongkong stammten.

Die Einfuhren von Kunststoffabfällen erreichten 2018 120.000 Tonnen und seit Anfang 2017 357.000 Tonnen. Die direkten Exporte aus der EU machten 2017 mit rund 16.000 Tonnen Kunststoffabfällen nur einen Bruchteil der Gesamtmenge aus. Diese Zahl schließt jedoch jegliches Material aus, das über Hongkong oder andere asiatische Häfen importiert wird. Zudem sind die Exporte von Kunststoffabfällen aus der EU nach Thailand in diesem Jahr stark gestiegen. Die EU hat im ersten Quartal 2018 fast genauso viel Material nach Thailand geschickt wie im gesamten Vorjahr.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 28/2018 von EUWID Recycling und Entsorgung.

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