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Polen will stärker gegen Umweltkriminalität vorgehen


Der polnische Umweltstaatssekretär Jacek Ozdoba
letzte Woche bei der Vorstellung der Kontrollaktion.
15.09.2021 − 

Die polnische Regierung will stärker gegen das wachsende Problem der Umweltkriminalität vorgehen. Anfang des Monats vereinbarten die oberste Umweltschutzbehörde sowie die Polizei eine engere Zusammenarbeit bei der Verhütung und Aufdeckung von Verbrechen und Straftaten gegen die Umwelt. Im Fokus stehen dabei auch illegale Abfalltransporte.

Aktuelle Statistiken sowohl der Polizei als auch der Umweltschutzinspektion würden auf einen erheblichen Anstieg der Fälle hinweisen, heißt es. Hauptsächlich gehe es dabei um die illegale Ablagerung von Abfällen an nicht dafür vorgesehenen Orten. Die größte Bedrohung sieht die Umweltschutzbehörde dabei in gefährlichen Abfällen.

Die Polizei und die Umweltschutzinspektion beobachten dabei auch immer mehr Aktivitäten der organisierten Kriminalität. Kriminelle hätten nach einem neuen Betätigungsfeld gesucht und dieses in der Abfallwirtschaft gefunden, da mit dem illegalen Handel von Abfällen viel Geld verdient werden könnte. Im Kampf gegen diese illegalen Aktivitäten sei eine ständige Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden und der für den Umweltschutz zuständigen Behörden erforderlich.

Umfangreiche Kontrollen von Abfalltransporten gestartet

Darüber hinaus wurde in Polen in der vergangenen Woche der Startschuss für umfangreiche Kontrollen von Abfalltransporten im ganzen Land gegeben. Durch ein gemeinsames und koordiniertes Vorgehen verschiedener polnischer Behörden sollen so viele Abfalltransporte wie möglich kontrolliert und auf ihre Rechtmäßigkeit und die Einhaltung der vorhandenen Genehmigungen überprüft werden, hieß es bei einer Pressekonferenz der obersten Umweltschutzbehörde des Landes. Neben dieser Behörde sollen sich auch die Polizei, die Finanzverwaltung, die Straßeninspektion und der Grenzschutz an den Kontrollen beteiligen.

Polnische Behörden hatten erst im Juli über mutmaßlich illegale Abfalltransporte aus Deutschland informiert. Man habe mehr als 30 Standorte in den Verwaltungsbezirken Lebus und Westpommern identifiziert, zu denen gemischte Bauabfälle aus Deutschland illegal transportiert wurden, hieß es.

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