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Britische Abfallwirtschaft leidet zunehmend unter Fahrermangel


Auch Biffa hatte bei der Müllabfuhr mit
Personalproblemen zu kämpfen.
14.07.2021 − 

Die britische Abfallwirtschaft hat mit großen Logistikproblemen zu kämpfen, ausgelöst vor allem durch einen „eskalierenden landesweiten Mangel an Lkw-Fahrern“. Von Suez, Veolia und Biffa gibt es aktuell aus verschiedenen Regionen Berichte über Probleme bei der Sammlung von Abfällen.

Der Fahrermangel stellt in Großbritannien zwar schon länger ein Problem dar, sowohl durch Covid-19 als auch durch den Brexit wurde die Situation aber zusätzlich verschärft. Die Pandemie hatte die Ausbildung und Führerscheinprüfung verzögert, so dass weniger neu qualifizierte Fahrer für die Arbeit zur Verfügung standen. Einige Müllabfuhrfahrer sollen außerdem die Branche verlassen haben, um inmitten des Booms im Online-Handel für Lieferfirmen zu arbeiten.

Laut des britischen Verbands der Güterverkehrsunternehmen (RHA) sei es durch den Brexit viel schwieriger geworden, Fahrer mit ausländischer Herkunft anzuwerben und zu halten, insbesondere solche aus Osteuropa. Rod McKenzie, der Chef der RHA, sagte der Zeitung „The Independent“, dass etwa 15.000 europäische Lkw-Fahrer das Vereinigte Königreich seit Anfang des Jahres verlassen hätten. Die RHA schätzt den Mangel in Großbritannien derzeit auf insgesamt 60.000 bis 80.000 Lkw-Fahrer.

Regierung reagiert mit Reduzierung der Ruhezeiten

Um dem Fahrermangel zu begegnen, reduziert die britische Regierung vorübergehend die Ruhezeiten. Fahrer und Unternehmen sollen durch die seit Beginn dieser Woche geltende Regelung mehr Flexibilität erhalten, erklärte Verkehrsminister Grant Shapps auf Twitter. Außerdem habe man die Anzahl der verfügbaren Fahrprüfungen erhöht und werde auch andere Maßnahmen in Betracht ziehen.

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