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Prezero beteiligt sich an Kunststoff Recycling Grünstadt


Die Kunststoff Recycling Grünstadt verarbeitet in erster Linie
thermoplastische Kunststoffe aus dem Post-Consumer-
und Post-Industrial-Bereich. (Bild: Prezero)
24.04.2020 − 

Die Schwarz-Gruppe baut ihr Engagement im Kunststoffrecycling aus. Rückwirkend zum 1. Januar 2020 beteiligt sich die Tochter Prezero an der Kunststoff Recycling Grünstadt (KRG). Der Recycler gehört zur Meinhardt-Gruppe aus Hofheim-Wallau, eine weitere Gesellschafterin ist die Berbalk Management und Beteiligungsgesellschaft aus Pfungstadt.

Die Kunststoff Recycling Grünstadt verfügt am Standort Grünstadt derzeit über eine genehmigte Anlagenkapazität von 30.000 Tonnen und beschäftigt rund 20 Mitarbeiter. Im letzten Jahr handelte das Unternehmen rund 11.000 Tonnen Altkunststoffe. Zum Kaufpreis haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart. Dem Vernehmen nach wird Prezero 45 Prozent der KRG-Anteile erwerben. Der Kauf steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung.

Die Kunststoff Recycling Grünstadt verarbeitet in erster Linie thermoplastische Kunststoffe aus dem Post-Consumer- und Post-Industrial-Bereich. HDPE, PP, PA und weitere technische Kunststoffe durchlaufen auf einer Produktionsfläche von rund 32.000 Quadratmetern verschiedene technische Prozesse und werden zu hochwertigen Rohstoffen verarbeitet. Nach Abschluss eines laufenden Genehmigungsverfahrens sollen in Grünstadt rund 25 Mio € in modernste Sortier-, Wasch- und Extrusionstechnik investiert werden.

„Die Kunststoff Recycling Grünstadt hat sich als zuverlässiger Anbieter von Mahlgut, Regranulaten oder Compounds am Markt etabliert. Die umfangreichen Investitionen und die damit einhergehenden Produktoptimierungen werden dazu beitragen, dass die Akzeptanz für unsere Rezyklate bei den fertigenden Industrien weiter steigt“, sagt Prezero-Chef Stephan Garvs.

Meinhardt erhofft sich Bündelung größerer Stoffströme

Frank-Steffen Meinhardt, Inhaber der Meinhardt-Gruppe, erwartet im Hinblick auf die neue Gesellschafterstruktur auch quantitative Synergien: „Wir bündeln in dem neuen Gemeinschaftsunternehmen nicht nur Expertise, sondern wir führen in Größenordnungen Stoffströme zusammen. In Summe machen wir einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem geschlossenen Wertstoffkreislauf und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Schutz endlicher natürlicher Ressourcen.“

Jörg Berbalk, Geschäftsführer und Mitgesellschafter der KRG, begrüßt, dass sich in Grünstadt langfristige Perspektiven ergeben: „Wir unterstreichen in einer außergewöhnlichen Zeit gemeinsam unser Bekenntnis zum Standort und sichern langfristig krisensichere Arbeitsplätze.“

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