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Pilotanlage zur Herstellung von HTC-Kohle in Halle eröffnet


HTC-Pilotanlage (Quelle: SWH)
02.07.2013 − 

Die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH hat gestern eine Pilotanlage zur Herstellung von HTC-Kohle aus kommunalen Grünabfällen in Betrieb genommen. Ziel des Gemeinschafts-projekts mit dem Deutschen Biomasse Forschungszentrum aus Leipzig ist es, aus 2.500 Tonnen biogenen Reststoffen 1.000 Tonnen Kohle zu gewinnen.

Bei der Herstellung der HTC-Kohle handelt es sich um einen thermo-chemischen Prozess zur Umwandlung von Biomasse, der in heißem Hochdruckwasser durchgeführt wird. Die Erzeugung des klimaneutralen Brennstoffes, der in seinen chemischen und brennstofftechnischen Eigenschaften zwischen denen von Holz und Kohle liegt, wird im Rahmen des Förderprogramms des Bundesumweltministeriums „Energetische Biomassenutzung“ unterstützt.

Sachen-Anhalts Umweltminister Hermann Onko Aeikens sagte bei der Inbetriebnahme, dass das Verfahren die Möglichkeit biete, „das Potenzial an biogenen Reststoffen für eine energetisch-stoffliche Anwendung noch umfassender einzusetzen.“ Außerdem könne die Anlage „einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die wissenschaftlichen, technischen und technologischen Erkenntnisse zu liefern, die zum erfolgreichen wirtschaftlichen Betrieb des HTC-Verfahrens führen werden.“ In diesem Zusammenhang werden die Möglichkeiten geprüft, belastete Klärschlämme und Substrate aus Biogasanlagen, die nicht in der Landwirtschaft verwendet werden können, ebenfalls in „grüne Kohle“ umzusetzen.

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