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Orica will HCB-Abfälle von Ekokem behandeln lassen

Orica will seine HCB-Abfälle nun von Orica in Finnland entsorgen lassen.
HCB-Abfälle von Orica (Bild: Orica)
19.08.2016 − 

Der australische Chemiekonzern Orica setzt für die Entsorgung seiner HCB-Abfälle weiterhin auf Europa und will die gefährlichen Abfälle von dem finnischen Entsorger Ekokem beseitigen lassen. Das Notifizierungsverfahren beim australischen Umweltministerium für eine erste Lieferung von 135 Tonnen läuft.

Unter der Voraussetzung, dass das Ministerium den Transport genehmigt und auch die finnische Umweltbehörde SYKE der Einfuhr zustimmt, kann die erste Lieferung nach Angaben von Ekokem vor Jahresende in Finnland eintreffen. Dort soll sie in der Sonderabfallverbrennungsanlage in Riihimäki beseitigt werden.

Orica sucht seit mehreren Jahren eine Entsorgungslösung für etwa 15.000 Tonnen gefährlicher Abfälle, die sich aus Hexachlorbenzol (HCB) und mit HCB verunreinigten alten Verpackungen und Schutzkleidung zusammensetzen.

Der Entsorgungsstandort von Ekokem am finnischen Standort Riihimäki (Bild: Orica)

Das HCB, ein persistenter organischer Schadstoff (POP), fiel bei Orica zwischen 1963 und 1991 als Nebenprodukt an und wird seitdem an einem Standort des Konzerns in Botany Bay bei Sydney zwischengelagert. Weil in Australien keine geeignete Verbrennungsanlage besteht, hatte der Konzern in den letzten Jahren die Beseitigung der Abfälle in Deutschland, Dänemark und Frankreich beantragt. Die Notifizierungen wurden jedoch von den Bestimmungsländern abgelehnt.

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