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Lobbe: LVP-Recyclingquote schwer zu erreichen

Die Recyclingquoten ab 2019 zu erreichen wird für LVP-Sortieranlagen schwer, sagt Lobbe-Chef Michael Wieczorek.
Die Recyclingquoten ab 2019 zu
erreichen wird für
LVP-Sortieranlagen schwer, sagt
Lobbe-Chef Michael Wieczorek.
(Bild: DSD)
13.04.2018 − 

Angesichts des Verpackungsgesetzes und der darin ab 2019 geforderten Recyclingquote von 50 Prozent stehen die Betreiber von LVP-Sortieranlagen vor schwer lösbaren Aufgaben.

Hohe Fehlwurfquoten, eine kaum noch wahrnehmbare Öffentlichkeitsarbeit und ein stetig steigender Anteil von Multilayern und Verbunden seitens der Inverkehrbringer sorgten für eine bedenklich schlechte Inputqualität, woraus ein sehr hoher Sortierrestanteil resultiert, kritisierte Michael Wieczorek, Geschäftsführer des Entsorgungsunternehmens Lobbe Entsorgung West in einem Vortrag beim Kasseler Abfall- und Ressourcenforum.

Zwar seien moderne Sortieranlagen wie etwa die seit Anfang 2015 in Betrieb befindliche Lobbe-Wertstoffaufbereitungsanlage in Iserlohn (95.000 Jahrestonnen) oder die kürzlich gestartete Anlage von Lobbe und Meinhardt in Gernsheim (120.000 Jahrestonnen) in der Lage, Sortierergebnisse zu erreichen, die eine Recyclingquote von über 50 Prozent ermöglichten. Wenn aber der Sortierrestanteil im Input schon bei 50 Prozent liege, könne eine Recyclingquote von über 50 Prozent vom Input faktisch nicht mehr erreicht werden.

Wieczorek verwies in diesem Zusammenhang etwa eine „Großstadt, deren Namen ich nun nicht nennen will“. Beim dortigen Wechsel vom Gelben Sack auf eine Wertstofftonne im Jahr 2016 sei der Sortierrestanteil binnen Jahresfrist von 30 auf 50 Prozent vom Input gestiegen – bei kompletter Vernachlässigung der Öffentlichkeitsarbeit. In diesem Zusammenhang forderte Wieczorek eine "Harmonisierung der LVP- und Restmüllbehältervolumen".

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Recyclingquote von über 50 Prozent stellt LVP-Sortierer vor schwer lösbare Aufgabe

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