|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

AGR-Pläne für Deponie auf Duisburger Halde offengelegt: Über fünf Mio Tonnen Volumen

Deponie
Die geplante DK-I-Deponie in Duisburg soll über ein
Schüttvolumen von 3,5 Mio m³ verfügen (Symbolbild).
09.11.2020 − 

Vor viereinhalb Jahren gründeten die Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet mbH (AGR) und die RAG Montan Immobilien GmbH das Gemeinschaftsunternehmen DAH1 GmbH mit dem Ziel, auf alten Bergbauhalden Deponien der Klasse I zu errichten. Für das erste der drei geplanten Deponieprojekte – die Bergehalde Lohmannsheide in Duisburg-Baerl – liegen bei der Bezirksregierung Düsseldorf nun die Planungsunterlagen öffentlich aus.

Geplant ist demnach ein Schüttvolumen von rund 3,5 Mio Kubikmetern bzw. 5,2 Mio Tonnen, verteilt auf fünf aufeinanderfolgende Schüttabschnitte. Ausgehend von einer jährlichen Ablagerungsmenge von maximal 400.000 Tonnen ergibt sich damit eine Verfülldauer von etwa 15 Jahren.

DAH1 begründet das Deponieprojekt mit dem gutachterlich nachgewiesenen Deponiebedarf in Nordrhein-Westfalen sowie insbesondere im Regierungsbezirk Düsseldorf. Die Forschungs- und Beratungsunternehmen Prognos und Infa hatten bereits in den Jahren 2013/2014 im Auftrag des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums eine Bedarfsanalyse für DK-I-Deponien durchgeführt und dabei einen kurz- bis mittelfristigen Bedarf für neue Deponievolumina identifiziert. Eine von DAH1 beauftragte Aktualisierung habe die Ergebnisse der Bedarfsanalyse nun nochmals grundsätzlich bestätigt, heißt es im Planfeststellungsantrag zur Deponie Lohmannsheide.

Deponie dient hauptsächlich der Entsorgungssicherheit im RVR-Gebiet

Wie es in den Planunterlagen weiter heißt, soll das geplante Schüttvolumen der Deponie Lohmannsheide vorrangig der Sicherstellung der Entsorgungsautarkie im Gebiet des Regionalverbands Ruhr (RVR) dienen. Der DAH1-Gesellschafter AGR ist eine 100-prozentige Tochter des RVR.

Nachrangig sollen auf der Deponie aber auch Abfälle aus dem übrigen Gebiet des Regierungsbezirks Düsseldorf sowie aus dem ganzen Land Nordrhein-Westfalen angenommen werden. Von dieser Rangfolge könne die Bezirksregierung in begründeten Einzelfällen Ausnahmen zulassen.

Den vollständigen Artikel zu den Deponien-Plänen in Duisburg sowie an weiteren Standorten lesen Sie in Ausgabe 46/2020 von EUWID Recycling und Entsorgung. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Lkw-Kartell: Fallen Müllwagen unter den EU-Strafbeschluss?

Recycling von Kunststoffverpackungen erreicht 2019 neuen Rekord  − vor