Rheinland-Pfalz setzt sich ambitionierte Ziele zur Senkung des Organikanteils im Restmüll

Im Restabfall befinden sich zu viele verwertbare Bioabfälle. Knapp 40 Prozent des von den deutschen Bürgern in der Restmülltonne entsorgten Abfalls besteht aus nativ organischen Bestandteilen, wie eine Untersuchung des Umweltbundesamtes im Jahr 2020 zeigte. Das Land Rheinland-Pfalz hat sich nun besonders ambitionierte Ziele zur Senkung dieses Organikanteils im Restabfall gesetzt. In dem heute vorgestellten neuen Abfallwirtschaftsplan gibt das Landesumweltministerium als Benchmark für Bioabfälle im Restabfall einen Wert von maximal 20 Kilogramm pro Kopf und Jahr bis 2030 aus. Dies entspreche einem Anteil von ungefähr 15 Prozent. Auch bei den weiteren Wertstofffraktionen PPK, Glas und LVP soll deren Anteil im häuslichen Restabfall in den kommenden Jahren nochmals deutlich gesenkt werden.

„Weniger Abfall bedeutet mehr Klimaschutz“, sagte Umweltministerin Katrin Eder (Grüne) am Mittwochvormittag in Mainz anlässlich der Vorstellung des neuen Abfallwirtschaftsplans, Teilplan Siedlungsabfälle. Der Teilplan umfasst den Planungszeitraum bis 2035 und ersetzt den alten AWP aus dem Jahr 2013. Laut Eder hat sich Rheinland-Pfalz für die kommenden Jahre dabei klare Ziele gesetzt. Einerseits soll das Abfallaufkommen durch eine Stärkung der Abfallvermeidung und Wiederverwendung gesenkt werden. Andererseits sollen werthaltige, recyclingfähige Abfälle weitestgehend getrennt erfasst und einer hochwertigen Verwertung zugeführt werden. Und schließlich sollen nicht verwertbare Abfälle schadlos aus dem Kreislauf geschleust werden, wofür der Plan einen Bedarf an zusätzlichen Ablagerungskapazitäten konstatiert....

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