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Grüne fordern europäische Plastiksteuer

24.04.2019 − 

Die Grünen haben der „Befreiung Europas vom Plastikmüll“ in ihrem Wahlprogramm für die Europawahl ein eigenes Kapitel gewidmet. Es gelte jetzt, radikal umzusteuern, wenn die Prognose der Ellen McArthur Foundation, dass es im Jahr 2050 im Meer mehr Plastik als Fische geben wird, nicht Realität werden soll, ruft die Partei zum Handeln auf. Ein erster Schritt dagegen sei ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetika, Körper- und Pflegeprodukten.

Die von der EU-Kommission zur Lösung des Problems erarbeitete Plastikstrategie und das Verbot von Wegwerfprodukten aus Plastik wie Wattestäbchen, Plastikgeschirr und Trinkhalme halten die Grünen für einen guten Ansatz. Da aber auch ein solches Verbot nicht ausreichen werde, um den Massen an Einwegplastik umfangreich Einhalt zu gebieten, braucht es aus Sicht der Partei zudem eine EU-weite Plastiksteuer auf Wegwerfprodukte. Eine solche Abgabe biete den Anreiz, Verpackungsmüll zu reduzieren, indem die Rohstoffe verteuert werden.

Am 26. Mai wählen die Bürger der EU-Mitgliedstaaten das neunte Europäische Parlament. Auch die SPD fordert in ihrem Wahlprogramm ein engagiertes Vorgehen gegen überflüssiges Plastik und die Vermüllung der Ozeane.

Die Linken sprechen sich in ihrem Programm für die Europawahl hingegen unter anderem für Abgaben auf Einwegverpackungen und für die Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Wiederverwendbarkeit von Produkten und Geräten aus. Darüber hinaus machen sie sich für eine Legalisierung des „Containerns“ stark.

Keinen Eingang ins Wahlprogramm gefunden hat das Thema Abfallwirtschaft hingegen bei CDU/CSU, FDP und AFD.

Einen ausführlichen Bericht zu den Parteiprogrammen zur Europawahl lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 17/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text bereits ab Mittwoch 14.00 Uhr im E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

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