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Coronavirus-Epidemie stellt chinesische Papierindustrie vor große Herausforderungen


Wegen des Coronavirus wird ein Engpass
in der Altpapierversorgung erwartet.
18.02.2020 − 

Die Coronavirus-Epidemie in China wirkt sich auch auf die Papierindustrie des Landes aus. Durch die Schutzmaßnahmen, die eine weitere Verbreitung des Virus einschränken sollen, steigt einerseits der Bedarf an bestimmten Produkten der Papierbranche rasant, andererseits erschweren die notwendigen Schutzmaßnahmen einen Start der Werke nach den Feiertagen zum Chinesischen Neujahr. Die Feiertage wurden zunächst in ganz China verlängert.

Laut dem Nachrichtendienst China Paper Net könnte nun das Hochfahren der Produktion aber durch die Coronavirus-Krise eingeschränkt werden. So befinden sich viele Werke der Industrie in den stark von der Epidemie betroffenen Gebieten. Dort könnte es daher zu einem Arbeitskräftemangel kommen. Nimmt ein Betrieb die Arbeit wieder auf, müssen außerdem sehr strenge Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Arbeiter befolgt werden, etwa die Bereitstellung von Schutzausrüstung, regelmäßige Temperaturmessungen bei Angestellten und die Desinfektion von Räumlichkeiten auf dem Werksgelände. Dadurch seien weitere Einschränkungen möglich.

Auch bei der Altpapierversorgung wird ein Engpass erwartet. Die Altpapiersammlung in China erfolgt über eine Lieferkette von Sammlern, Käufern, Packstationen und ist daher sehr personenintensiv. Aufgrund der ergriffenen Schutzmaßnahmen komme es auch hier zu Behinderungen. Einschränkungen gelten auch für die Logistikbranche.

Ob China den wachsenden Bedarf an Altpapier durch zusätzliche Importe ausgleichen wird, erscheint sehr fraglich. Die bisher für dieses Jahr erteilten Einfuhrgenehmigungen summieren sich gerade mal noch auf 3,2 Mio Tonnen. Das sind im Vergleich zum Vorjahr rund 40 Prozent weniger.

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