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Veolia und Suez mit stark erholten Geschäften


Veolia zahlt für die restlichen Suez-Anteile 8,75 Mrd €.
29.07.2021 − 

Der französische Umweltdienstleister Veolia hat in der ersten Jahreshälfte „Rekordergebnisse“ erzielt, so CEO Antoine Frérot. „Zum Zeitpunkt, an dem Veolia sich anschickt, Suez zu übernehmen, ist unser Konzern so stark wie nie zuvor“, erklärte er bei der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen heute in Paris.

Veolia steigerte den Umsatz um zehn Prozent auf 13,6 Mrd € und erzielte einen Gewinn von 301 Mio € als Nettoergebnis nach Minderheitsanteilen, während im Vorjahreszeitraum ein Verlust von 138 Mio € unterm Strich stand. Die Entwicklung lag über Plan, Veolia hob daher die Ziele für das Gesamtjahr an.

Auch Suez schrieb in den ersten sechs Monaten wieder schwarze Zahlen. „Unsere Leistung verbessert sich sehr stark auf allen Ebenen, es gibt eine klare Beschleunigung im Vergleich zu 2019 und einen starken Wiederanstieg verglichen mit 2020“, berichtete Suez-CEO Bertrand Camus. Der Umsatz verbesserte sich um sieben Prozent auf 8,7 Mrd €, das Nettoergebnis nach Minderheitsanteilen drehte von einem Verlust von 538 Mio € im ersten Halbjahr 2020 auf einen Gewinn von 298 Mio €. Zur Erholung von Umsatz und Ergebnissen trugen neben weiteren Faktoren bei beiden Konzernen der Wiederanstieg der Abfallmengen und die hohen Sekundärrohstoffpreise bei.

Öffentliches Übernahmeangebot eröffnet

Veolia hat außerdem grünes Licht der französischen Finanzaufsicht erhalten und das öffentliche Übernahmeangebot für Suez eröffnet. Veolia bietet den Suez-Aktionären einen Preis von 20,50 € pro Anteil, abzüglich der von Suez Anfang Juli ausgezahlten Dividende von 0,65 €. Dies entspricht rund 8,75 Mrd € für die ausstehenden 70,1 Prozent. Im Oktober 2020 hatte Veolia bereits 29,9 Prozent der Suez-Anteile für 18 € pro Aktie erworben, was sich auf rund 3,4 Mrd € summierte.

Veolia geht davon aus, dass die Transaktion wie geplant vor Jahresende abgeschlossen werden kann. Voraussetzung dafür ist die wettbewerbsrechtliche Genehmigung durch die EU-Kommission, die für November oder Dezember erwartet wird. Bei Abschluss der Übernahme werden das französische Entsorgungs- und Wassergeschäft von Suez und Wasseraktivitäten in einigen internationalen Märkten als „neues Suez“ ausgegliedert und an ein Investorenkonsortium unter französischer Führung verkauft.

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