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Österreichs Papierindustrie sorgt sich wegen Coronakrise um Altpapierversorgung


Austropapier-Präsident Christian Skilich.
24.04.2020 − 

Die österreichische Papierindustrie hat 2019 das dritte Jahr in Folge anteilig mehr Altpapier eingesetzt. Die Altpapier-Einsatzquote in der Papier-, Faltschachtelkarton- und Pappeproduktion stieg auf 51,9 Prozent nach 51,5 Prozent im Vorjahr und 47,0 Prozent in 2017. Wie der Branchenverband Austropapier mitteilt, ist die Altpapierversorgung der Papierfabriken wegen der Coronakrise momentan aber gestört. Probleme gebe es insbesondere bei der gewerblichen Sammlung und beim Altpapierimport.

Die Covid-19-Situation habe zuletzt zu einem dramatischen Auftragsrückgang der österreichischen Papierfabriken, speziell bei den Produzenten grafischer Papiere, geführt. An einzelnen Standorten liege der Auftragseingang nur noch bei zehn Prozent des üblichen Auftragsvolumens, berichtete Verbandspräsident Christian Skilich auf der Jahrespressekonferenz zum Wochenbeginn. Die Folge seien längere Stillstände der Papiermaschinen sowie Kurzarbeit.

Weiterhin gebe es Probleme bei der Versorgung mit dem Rohstoff Altpapier. Während die Altpapiersammlung bei den Haushalten trotz Coronakrise sehr gut funktioniere, gebe es bei der gewerblichen Altpapiersammlung wegen des Lockdowns massive Einschränkungen. Skilich hofft nun auf eine baldige Besserung durch Geschäftsöffnungen. „Wir müssen für die nächsten Wochen sicherstellen, dass wir den wichtigen Rohstoff Altpapier entsprechend in unsere Fabriken geliefert bekommen.“

Ebenfalls problematisch sei der Altpapierimport. So komme es infolge der Corona-Beschränkungen zu verlängerten Wartezeiten an der Grenze. Die Sicherstellung des frei fließenden Warenverkehrs sowohl für den Import der von der Branche benötigten Roh- und Hilfsstoffe als auch für den Exportabsatz der hergestellten Produktes sei essentiell, forderte Skilich die Politik zum Handeln auf.

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