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Deutsche Altkunststoffexporte 2015 um 8 Prozent gesunken


Quelle: Destatis; eigene Darstellung
11.03.2016 − 

Nach dem deutlichen Rückgang der deutschen Altkunststoffexporte in 2013 und dem anschließenden zehnprozentigen Anstieg in 2014 hat sich die Handelsintensität in 2015 wieder stark abgeschwächt. Laut vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes summierten sich die Ausfuhren von „Abfällen, Schnitzel und Bruch von Kunststoffen“ im letzten Jahr auf 1,34 Mio Tonnen im Wert von 478 Mio €. Das sind 7,8 Prozent weniger als im Jahr 2014 (1,45 Mio t für 546 Mio €). Vor allem die Direktexporte nach China waren stark rückläufig.

Nach Angaben der Statistikbehörde gingen mit 575.500 Tonnen knapp 42 Prozent der gesamten deutschen Altkunststoffexporte 2015 in die Volksrepublik China. Hinzu kommen 198.800 Tonnen, die in die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong geliefert wurden. Im Vorjahresvergleich sanken die Ausfuhrmengen um elf bzw. 15 Prozent. Ebenfalls deutlich abgenommen haben die Exporte in die Niederlande (minus 13 Prozent auf 97.500 t). Statistisch unklar ist, wie viele dieser Mengen gegebenenfalls über Zwischenhändler ebenfalls nach Asien exportiert wurden.

Nach Sorten untergliedert entfällt der Löwenanteil der deutschen Altkunststoffexporte auf Abfälle aus Polyethylen (PE). Knapp 65 Prozent bzw. 870.900 Tonnen (Wert: 330 Mio €) der Gesamtausfuhren 2015 machten PE-Abfälle aus. Auf Polypropylen-Kunststoffabfälle (PP) entfielen knapp 4,2 Prozent (56.000 t für 18,2 Mio €), auf Abfälle aus Polystyrol (PS) 3,3 Prozent (44.800 t für 15,0 Mio €). Hinzu kommen etwa 22.700 Tonnen (Wert: 4,5 Mio €) Polyvinylchlorid (PVC)-Abfälle. Die restlichen Exporte in Höhe von 346.200 Tonnen (Wert: 110 Mio €) werden unter sonstige Kunststoffe zusammengefasst, wozu auch Polyethylenterephthalat (PET)-Abfälle zählen.

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