
Der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) hat eine Orientierungshilfe veröffentlicht, die Branchenunternehmen beim Einsatz von Kunststoffrezyklaten unterstützen soll. Die Nutzung solcher Rezyklate ist nach Einschätzung von ZVEI ein wichtiger Baustein zirkulärer Wertschöpfung. Allerdings müsse sie „realistisch, differenziert und produktbezogen“ erfolgen.
Die Dokumentation biete praxisnahe Informationen anhand von Beispielen, wie Recyclingkunststoffe angesichts knapper werdender Ressourcen eingesetzt werden können, so der Verband. Im Fokus stehen dabei die verschiedenen regulatorischen Anforderungen, die sich etwa aus der EU-Batterieverordnung, dem Critical Raw Materials Act, der Ökodesign-Verordnung, der Verpackungsverordnung sowie künftigen Regularien zur Altfahrzeugverwertung ergeben.
Die in diesen Gesetzen bereits heute oder in absehbarer Zukunft geforderten Mindestquoten für den Rezyklateinsatz enthalten nach Angaben des ZVEI häufig „keine klaren Begriffsdefinitionen oder ausreichende Berücksichtigung technischer Umsetzbarkeit“. Pauschale Quoten würden dem Anforderungsprofil elektronischer Produkte allerdings nicht gerecht, so der Verband.
Die Orientierungshilfe soll typische Anwendungsfelder beleuchten und Herausforderungen bei Qualität, Stoffrecht und Materialverfügbarkeit aufzeigen. Sie biete Unternehmen außerdem Ansätze für Strategien – etwa durch Pilotprojekte, Normungsbeteiligung und den Dialog entlang der Wertschöpfungskette. ZVEI stellt das Dokument online zum Download zur Verfügung.



