
Die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) hat in Abstimmung mit dem Umweltbundesamt (UBA) die Ausgabe 2025 des Mindeststandards für die Bemessung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen veröffentlicht. Ziel ist es, Unternehmen frühzeitig auf die Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) vorzubereiten.
Der Mindeststandard, der für das Jahr 2026 gilt und strukturell grundlegend überarbeitet wurde, soll Anwendern die Bewertung der Recyclingfähigkeit ihrer Verpackungen erleichtern. Im Mittelpunkt steht künftig eine Einordnung nach Verpackungskategorien, die sich am Hauptmaterial orientieren und damit die Systematik der künftigen PPWR widerspiegeln. Die Methodik selbst bleibt laut ZSVR unverändert, neu sind jedoch eine detaillierte Darstellung der Prüfschritte sowie eine Berechnungsformel. Alle relevanten Informationen zur Bemessung seien nun in einem eigenständigen Anhang gebündelt.
Begleitend stellt die ZSVR eine Anwendungshilfe und Hintergrundinformationen zur Verfügung. Eine technische Dokumentation und eine Attributeliste sollen später folgen. Zudem wurde der Expertenkreis für die Überarbeitung erweitert, unter anderem um mittelständische Unternehmen, zusätzliche Systembetreiber sowie Vertreter des Forums Rezyklat.
Orientierung für PPWR
Mit der neuen Fassung will die ZSVR Unternehmen eine bessere Orientierung geben, um ihre Verpackungen rechtzeitig an die steigenden Anforderungen anzupassen. Spätestens 2030 sollen in der EU nur noch Verpackungen auf den Markt kommen, die zu mindestens 70 Prozent stofflich verwertbar sind. „Auch wenn die PPWR bereits 2026 in Kraft tritt, bietet der Mindeststandard 2025 den Unternehmen schon heute konkrete Anhaltspunkte, worauf es ankommt“, erklärte ZSVR-Vorständin Gunda Rachut. Den noch ausstehenden delegierten Rechtsakt der EU-Kommission zur Bemessung der Recyclingfähigkeit, der 2028 erwartet wird, könne der Mindeststandard nicht vorwegnehmen. „Dennoch bietet die Ausgabe 2025 Unternehmen schon heute klare Orientierung: Sie erhalten fundierte Anhaltspunkte, worauf es ankommt – und können ihre Verpackungen frühzeitig bewerten und gezielt weiterentwickeln“, so Rachut weiter.



