Wolfsburg bekommt 2026 die Wertstofftonne

Zum 1. Januar 2026 führt die Wolfsburger Abfallwirtschaft und Straßenreinigung (WAS) die Wertstofftonne ein. Damit kommt der kommunale Entsorger langjährigen Wünschen aus der Wolfsburger Bevölkerung entgegen. Der Verwaltungsrat habe dem Vorhaben im Dezember zugestimmt, teilte die WAS mit.

In kürzlich abgeschlossenen Verhandlungen mit den Dualen Systemen unter Leitung der Reclay Systems GmbH sei vereinbart worden, dass das Gebiet zwischen den Systembetreibern und der WAS aufgeteilt wird. Künftig entsorgen die Systeme ähnlich wie bereits in Berlin und Braunschweig nur in einem Teilgebiet (ca. 80 Prozent) der Stadt die Wertstofftonne. Im Restgebiet fährt die WAS die Wertstofftonnen ab und verwertet deren Inhalt.

Als Standard diene eine 240-Liter-Tonne mit vierwöchentlicher Leerung, erklärte der kommunale Entsorger. Zusätzlich seien Beistellungen in transparenten Säcken möglich. Die WAS hat die Gelegenheit zwischen den Ausschreibungsperioden genutzt, um das neue System zu implementieren.

Bislang erfolgte die LVP-Sammlung in gelben Säcken. Um sicherzustellen, dass die Abfuhr zum nächsten Entsorgungszeitraum ab 2026 in festen Behältern erfolgen kann, hatte die WAS noch im Dezember 2024 eine Rahmenvorgabe zur Einführung einer gelben Tonne erlassen. Diese sei mit Abschluss der Abstimmungsvereinbarung wieder aufgehoben worden, hieß es nun.

Die mögliche Aufhebung der Rahmenvorgabe im Falle einer Einigung über die Wertstofftonne sei bereits mit dem Erlass der Rahmenvorgabe kommuniziert worden, erklärte Rechtsanwältin Monika Born aus Hamburg, die die WAS in der Angelegenheit rechtlich beraten hatte.

Wertstofftonnen böten zusätzlich zur Sammlung von LVP die Möglichkeit, weitere Materialien wie Metalle und Kunststoffe zu recyceln, hatte die WAS bereits im vergangenen Oktober erklärt. Dies könnte langfristig umweltfreundlicher sein, verursache aber höhere jährliche Kosten, die auf die Abfallgebühren umgelegt werden.

In Wolfsburg belaufen sich die Mehrkosten den Angaben der WAS zufolge auf etwa 50 Cent pro Gebührenzahler und Monat. Hierbei liegt eine 120-Liter-Restmülltonne mit 14-täglichem Leerungsturnus zugrunde.

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