„Wir sind Teil der Circular Economy“

Geocycle Deutschland-Chefin Tanja Freiburg im Interview

Der Schweizer Baustoffkonzern Holcim zählt sich zu den weltweit führenden Unternehmen der Kreislaufwirtschaft. Im letzten Jahr hat das Unternehmen konzernweit rund 54 Mio Tonnen Abfallstoffe stofflich oder energetisch verwertet. Bis 2030 soll sich diese Zahl auf 100 Mio Jahrestonnen annähernd verdoppeln. Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung dieser Strategie kommt dabei der Tochterfirma Geocycle zu, die weltweit in über 50 Ländern aktiv ist und über 10.000 kommunalen wie industriellen Kunden Entsorgungslösungen für eine Vielzahl von Abfallströmen anbietet. EUWID hat mit Tanja Freiburg, Geschäftsführerin von Geocycle Deutschland, über ihr Unternehmen, die aktuelle Lage auf dem Entsorgungsmarkt sowie kommende Herausforderungen gesprochen.

EUWID: Sehr geehrte Frau Freiburg, Geocycle ist als Holcim-Tochter verantwortlich für die Beschaffung der alternativen Brennstoffe für die Zementwerke des Konzerns.

Tanja Freiburg: Wir beschaffen beides, sowohl Alternative Brenn- als auch Rohstoffe, also Mineralik und auch Organik. Das ist der Aufgabenfokus von Geocycle.

Öffentlich tritt Geocycle relativ wenig in Erscheinung? Wie groß ist denn ihr Team?

In Deutschland sind wir mit einem Team von rund 20 Mitarbeitern im Markt unterwegs. Der Großteil arbeitet in der Verwaltung in Hamburg im Vertrieb sowie der Administration. Und dann gibt es an jedem Werksstandort noch ein oder zwei Mitarbeiter, die die Aktivitäten vor Ort unterstützen und auch für die Abwicklung zuständig sind.

Gibt es neben Holcim auch externe Kunden?

Wir haben die Leistungen in der Vergangenheit auch extern angeboten. In den vergangenen Jahren hat es aber einen Wandel gegeben, was die Stellung eines Maklers und Händlers im Stoffstrom-Management betrifft. Viele Unternehmen haben die Aktivität ins eigene Haus zurückgeholt. Daher sind wir im Laufe der letzten Jahre aus dem Bereich Handel mit Dritten ausgestiegen. Das heißt aber nicht, dass das für immer ausgeschlossen ist. Wenn sich Gelegenheiten bieten, bei denen wir unsere Kompetenz und Expertise anbieten können, dann tun wir das.

Wie viel Alternative Roh- und Brennstoffe beschaffen Sie für die Holcim-Werke pro Jahr?...

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