Im Vorfeld der Weltleitmesse für Abfall- und Recyclingtechnik, IFAT Munich, haben wir mit Sarah Brückner über technologische Trends und Künstliche Intelligenz sowie die aktuellen Herausforderungen in Europa und in der Weltwirtschaft gesprochen.
Frau Brückner, das Jahr 2022 ist für Recyclinganlagenanbieter wirtschaftlich gut gelaufen und Anfang 2023 waren die Prognosen der VDMA-Mitglieder in Bezug auf die Geschäftsentwicklung ebenfalls noch optimistisch. Wie ist die Stimmung unter den Anbietern von Recyclingtechnik aktuell?
Die ursprüngliche 2023er Prognose für den Auftragseingang musste von 3,6 Prozent Wachstum auf den Wert von Plus 0,4 Prozent revidiert werden. Die Stimmung in der Branche hat sich also deutlich verschlechtert.
Starke Auswirkungen auf die Auftragseingänge hat der Einbruch der Baukonjunktur. Die rückläufige Baukonjunktur erfasst inzwischen die gesamte Wertschöpfungskette im Baubereich, die Hersteller von mineralischen Baustoffen mit eingenommen. Zementhersteller drosseln folglich die Produktion und der Bedarf an Ersatzbrennstoffen (EBS) sinkt dramatisch. Die betroffenen EBS-Produzenten produzieren inzwischen auf Halde und schieben, in Konsequenz der Situation, notwendige Investitionen in neue Maschinen und Anlagen.
Ein weiterer Faktor ist der Nachfrageeinbruch bei Kunststoffrezyklaten. Mittelständische Betriebe, die sich auf die Erfassung, Sortierung und Verwertung von Verpackungen spezialisiert haben, haben derzeitig Probleme, Abnehmer für ihr Rezyklat zu finden.
Lesen Sie hier das komplette Interview...




