Der Kunststoffherstellerverband Plastics Europe begrüßt die Veröffentlichung des „Kompass für Wettbewerbsfähigkeit“ durch die Europäische Kommission vergangene Woche. „Die Kommission erkennt das ungenutzte Wettbewerbspotenzial der Kreislaufwirtschaft sowie die Notwendigkeit, Investitionen in das Recycling zu fördern. Die Branche ist jedoch weiterhin besorgt, da es keine gezielte Strategie für Kunststoffe gibt, obwohl sie zu den meistgenutzten Materialien in Europa gehören“, so der Verband in einer Stellungnahme.
Virginia Janssens, die Geschäftsführerin der Dachorganisation, unterstrich darin, dass die politischen Entscheidungsträger einen einheitlichen Binnenmarkt für Abfälle und wiederverwertbare Materialien schaffen und die Nachfrage nach recycelten, bio-basierten und emissionsarmen Kunststoffen stärken müssten, wenn sie die erklärten Ziele für die Kreislaufwirtschaft erreichen wollen.
„Entscheidend ist zudem, dass neue Recyclingverfahren wie das chemische Recycling zeitnah anerkannt werden. Das würde Investitionen in Europa erleichtern und deren Risiken reduzieren“, so Janssens weiter.
ETRMA, der europäische Dachverband der Reifen- und Gummihersteller, begrüßte in seiner Reaktion die Pläne der EU-Kommission für Vereinfachung und Bürokratieabbau. Er wies allerdings darauf hin, dass frühere Initiativen zur „besseren Rechtsetzung“ weder die Belastung der Branche durch Vorschriften verringert noch unbedingt zu einer besseren Gestaltung der politischen Maßnahmen geführt hätten. Den geplanten „Clean Industrial Deal“ wertet der Verband als wichtigen Prüfstein für die Kommission....




