Weltec Biopower hat sein Angebot zur Gülle- und Gärrestaufbereitung umbenannt. „Weltec Blue Water“ ersetze ab sofort „Kumac“, teilte der Anlagenbauer in Vechta mit. Mit der Neubenennung reagiert das Unternehmen nach eigenen Angaben auf die internationalen Marktanforderungen seiner Gülle- und Gärrestaufbereitung. Der neue Name spiegele einerseits den weltweit wachsenden Bedarf wider und nehme andererseits Bezug auf den größten Output Wasser.
In den letzten Jahren seien 17 Anlagen weltweit in Betrieb genommen worden, erklärte Weltec. Seit März laufe die erste Weltec Blue Water-Anlage in Deutschland. In mehreren Prozessschritten würden die anfallenden Ausgangsmaterialien vollautomatisch zu Kompost, Dünger, Tiereinstreu, Biogas-Substrat und je nach Inputstoff bis zu circa 60 Prozent einleitfähigem Wasser umgewandelt.
Das System ist modular skalierbar und kann ab 50.000 Tonnen pro Jahr eingesetzt werden, führte der Anlagenbauer aus. Die Technologie sei interessant für Betriebe in Veredlungsregionen, in denen ein hohes Gülleangebot oder Wasserknappheit herrscht – wie etwa in Dänemark und Spanien. In Europa würden Investitionen daher auch vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (FEADER) gefördert.
Die Weltec Blue Water-Technologie eignet sich auch zur Stickstoffabscheidung und Rückführung des Wassers in den Biogasprozess zur Verdünnung der Ausgangsmaterialien, hieß es seitens des Unternehmens weiter. Ein hoher Anteil von stickstoffreichen Inputstoffen wie zum Beispiel Geflügelmist zur Herstellung von Biogas sei mit dem System möglich. Im Vergleich zu anderen Systemen benötige Weltec Blue Water keine Wärmeenergie.




