Warnstreiks bei Remondis an Standorten in Norddeutschland

Nach dem gestrigen ersten Warnstreiktag bei Remondis an den Standorten Schleswig (Kreis Schleswig-Flensburg), Melsdorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) und Lübeck sollen auch in den nächsten Tagen die Warnstreiks fortgesetzt werden. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi haben sich an den drei Standorten 60 bis 70 Prozent der Beschäftigten beteiligt.

„Bis in die Weihnachtstage hinein ist mit Problemen bei der Entsorgung im gesamten Kreisgebiet zu rechen. Die ausgefallenen Termine können vermutlich auch nicht nachgeholt werden“, teilte die Gewerkschaft mit.

Hintergrund für die Warnstreiks ist ein Tarifkonflikt mit dem Unternehmensverband Logistik Schleswig-Holstein. In dessen, für den Entsorgungsbereich nicht passenden Tarifvertrag, habe sich Remondis geflüchtet, beklagt Verdi: „In den Ecklöhnen verdienen Kraftfahrer*innen 16,04 €/Std, die körperlich extrem belasteten Lader und Müllwerker 15,39 €/Std. In den Sortieranlagen wird nur noch ein Stundenlohn von 14,21 € gezahlt.“ Verdi Nord fordert daher 8,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie eine Zulage von 2,25 € je Arbeitsstunde für die etwa 500 Beschäftigten der Entsorgungsbranche.

Zwar habe es Sondierungsgespräche gegeben, so Verdi-Verhandlungsführerin Catrin Hass, in zwei Verhandlungsrunden sei aber kein Angebot vorgelegt worden. „Geht das so weiter, werden die Streiks intensiviert und dauerhaft fortgesetzt.“ Der nächste Verhandlungstermin, dann in der dritten Verhandlungsrunde, ist erst für den 20. Januar geplant.

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