Vytal Global expandiert nach Nordamerika

Vytal Global, die in Deutschland ansässige digitale Plattform für Mehrwegverpackungen, hat mit der Gründung ihrer US-amerikanischen Tochtergesellschaft Vytal US den Markteintritt in den Vereinigten Staaten vollzogen. Das Unternehmen möchte nach eigenen Angaben eine globale Technologieplattform für Mehrwegverpackungen in allen Bereichen der Gastronomie aufbauen.

Vytal US habe bereits bestimmte Vermögenswerte von Turn, einem US-amerikanischen Anbieter von Mehrweglösungen, übernommen. Im Zuge der Transaktion wird Vytal auch mit ausgewählten ehemalige Kunden von Turn weiter zusammenarbeiten – hauptsächlich mit Betreibern von großen Festivals und Veranstaltungsorten.

„Seit unserer Gründung ist es Vytals Ziel, das Einwegverpackungsmüllproblem auf globaler Ebene zu lösen“, sagt Tim Breker, Mitgründer und Geschäftsführer von Vytal Global. „Europa, insbesondere Deutschland, ist Vorreiter im Bereich Mehrweg und Kreislaufwirtschaft. Wir sind überzeugt, dass wir klare Wettbewerbsvorteile haben, um die fortschrittlichsten Mehrweglösungen für Kunden überall auf der Welt zu entwickeln.“ Nach einem Rekordjahr 2024, mit über 160 betreuten Veranstaltungen und mehr als 7.000 Kunden in 17 Ländern – darunter auch die Olympischen Spiele 2024 und mehrere Fanzonen im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft – sei Vytal gut aufgestellt, um auch auf dem US-Markt erfolgreich zu sein.

Die Mehrweg-Behälter von Vytal sind mit einem RFID-Funkchip und einem QR-Code ausgestattet. Die Nutzung ist für Verbraucher kostenfrei. Sie hinterlegen lediglich ihre Daten in der Vytal-App und scannen damit den QR-Code auf dem geliehenen Behälter. Dieser ist in 14 Tagen an einen Vytal-Partner zurückzubringen, der alles spült. Nur wer das Geschirr behält, muss eine Gebühr bezahlen.

Dem aktuellsten im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschluss zufolge hat Vytal 2022 rund 4,7 Mio € Verlust gemacht. Laut der Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ geht das Unternehmen davon aus, ab 2026 profitabel zu sein. Für 2023 war ein Umsatz im mittleren einstelligen Millionenbereich erwartet worden. (dpa/eigener Bericht)

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