Der Autobauer Volkswagen will am Standort Zwickau ab 2030 jährlich bis zu 15.000 Fahrzeuge zerlegen und aufbereiten. Das Werk soll damit zu einem zentralen Kompetenzzentrum für Kreislaufwirtschaft im Konzern werden. Volkswagen plant nach eigenen Angaben Investitionen von bis zu 90 Mio. €. Der Freistaat Sachsen beteiligt sich mit rund 10,8 Mio. € an dem Vorhaben.
Geplant ist, gebrauchte Fahrzeuge der Konzernmarken – sowohl Elektroautos als auch Verbrenner – vom Kunden und vom Handel zurück in das Werk zu holen. Dort sollen sie geprüft und je nach Zustand entweder erneut aufbereitet oder zerlegt werden. Wiederverwendet werden sollen Bauteile wie Türen, Scheinwerfer oder Motoren, etwa für das Gebrauchtwagengeschäft. Zudem ist vorgesehen, Rohstoffe zurückzugewinnen, etwa Metalle aus den Batterien von Elektrofahrzeugen.
Der für den Bereich Kreislaufwirtschaft zuständige Manager Andreas Walingen sieht darin mehrere Effekte. „Damit wird Volkswagen unabhängiger vom weltweiten Rohstoffhandel, verringert den CO₂-Fußabdruck der Fahrzeuge und schafft neue Geschäftsmodelle“, sagte Walingen. Eine konkrete Recyclingquote nannte er nicht. Erfahrungen aus anderen Industriebereichen zeigten jedoch, dass Rückgewinnungsquoten von mehr als 80 Prozent, bei Batterien von mehr als 90 Prozent möglich seien....




