Die von der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR) und Umweltbundesamt präsentierten Zahlen zum Verpackungsrecycling stoßen in der Entsorgungswirtschaft auf Zustimmung – und auf Kritik. Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) würdigt die erreichten Quoten, warnt aber vor wachsenden strukturellen Grenzen des bestehenden Systems.
Nach Angaben des stellvertretenden BDE-Hauptgeschäftsführers Andreas Bruckschen belegen die aktuellen Daten, dass das Verpackungsrecycling in Deutschland funktioniere und sich messbar weiterentwickelt habe. Insbesondere bei Kunststoffverpackungen sei mit einer werkstofflichen Recyclingquote von rund 70 Prozent ein historischer Höchststand erreicht worden. Dieser Fortschritt sei das Ergebnis erheblicher Investitionen der Entsorgungswirtschaft in Sortier- und Recyclingtechnik sowie kontinuierlicher technologischer Weiterentwicklungen.
Gleichzeitig betont der Verband, dass hohe Recyclingquoten allein keine belastbare Kreislaufwirtschaft garantierten. Die von ZSVR und UBA vorgelegten Zahlen zeigten vielmehr, dass das System zunehmend an strukturelle Grenzen stoße. In Deutschland würden jährlich rund 2,63 Mio. Tonnen Leichtverpackungen erfasst und in 43 hochautomatisierten Sortieranlagen aufbereitet. Technisch erreiche die Sortierung Sortierquoten von über 95 Prozent. Demgegenüber gingen jedoch Verwertungs- und Recyclingkapazitäten zurück, unter anderem bei Glas und Verbundverpackungen. Ursachen seien Anlagenschließungen, hohe Energiepreise und fehlende wirtschaftliche Perspektiven....




