
Die Gewerkschaft Verdi hat für den kommenden Montag zu einem umfangreichen Streik bei der Veolia Umweltservice Ost aufgerufen. Betroffen sind Standorte des Entsorgers in Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen.
Als Grund für den Streikaufruf verweist die Gewerkschaft auf die aus ihrer Sicht fehlende Verhandlungsbereitschaft von Veolia in den laufenden Tarifverhandlungen. Das letzte Angebot von Anfang Februar sei „absolut unzureichend“. So bleibe die von Veolia angebotene Erhöhung von 45 Cent pro Stunde nicht nur deutlich unter der Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns um 1,08 €, sondern lasse den Abstand zwischen Tariflöhnen und dem gesetzlichen Mindestlohn weiter deutlich schrumpfen. Außerdem seien dringend notwendige Verbesserungen der Arbeitsbedingungen von der Arbeitgeberseite ohne Verhandlungsbereitschaft abgelehnt worden, beklagt Verdi weiter.
Nach Angaben der Gewerkschaft habe zuvor eine große Zahl an Beschäftigten ihre Streikbereitschaft signalisiert. Damit komme es erstmals in der Geschichte der Veolia Umweltservice Ost GmbH an allen Standorten zu Arbeitsniederlegungen. Durch den Streik will Verdi den Druck vor dem nächsten Verhandlungstermin am 23. März erhöhen. Konkret fordert die Gewerkschaft bei einer Laufzeit von zwölf Monaten eine Entgelterhöhung um 300 € pro Monat sowie die Einführung von Erfahrungsstufen und von Regelungen zu Erschwernis- und Schmutzzulagen.
Veolia teilte heute mit, dass noch unklar sei, in welchem Umfang sich Mitarbeitende am Streik beteiligen werden und welche konkreten Auswirkungen dies auf die Dienstleistungen des Entsorgers haben wird. Man setze aber alle verfügbaren Ressourcen ein, um die Beeinträchtigungen für Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten.



