
Während in der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst aufgrund des Schlichtungsverfahrens weitere Warnstreiks ausgeschlossen sind, ist die private Entsorgungswirtschaft in Nordrhein-Westfalen von weiteren Arbeitsniederlegungen betroffen. So hat Verdi die Beschäftigten von Remondis Olpe ab morgen zu einem mehrtägigen Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen sollen den Verhandlungen über den regionalen Entgelttarifvertrag NRW Nachdruck verleihen, teilte die Gewerkschaft mit.
Im Rahmen der Auseinandersetzung fanden laut Verdi bereits in der vergangenen Woche Warnstreiks an den Standorten von Remondis West in Oberhausen, Coesfeld und Münster sowie bei Remondis Münsterland, Remondis Rhein-Wupper in Düsseldorf und Wuppertal sowie der Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN) statt. Zum Geltungsbereich des Entgelttarifvertrags zählen 17 Gesellschaften der Remondis-Gruppe, die EGN aus Viersen und die HUI aus Hagen.
Nach Angaben der Gewerkschaft habe man trotz dreier Verhandlungsrunden noch keine Einigung erzielen können. Verdi fordert für die Beschäftigten eine Erhöhung der Entgeltwerte um einen Sockelbetrag von 350 € und eine zusätzliche Erhöhung der Entgelte um neun Prozent. Die Vergütungen von Azubis sollen außerdem je Ausbildungsjahr um 200 € erhöht werden. Der neue Entgelttarifvertrag soll nach Vorstellung von Verdi zwölf Monate laufen.



