Vecoplan-Gruppe: Umsatz und Gewinn steigen

Der Recyclingtechnik-Anbieter Vecoplan aus Bad Marienberg verzeichnet im ersten Geschäftshalbjahr deutlich mehr Umsatz und Gewinn. Der Auftragseingang fiel indes um mehr als 18 Prozent, wie aus dem Halbjahresbericht der Vecoplan-Mutter Max Automation AG hervorgeht.

Die Vecoplan-Gruppe erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres Umsatzerlöse angesichts des noch hohen Auftragsbestandes von 87,4 Mio €. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von 11,5 Mio € bzw. 15 Prozent. Wachstumstreiber waren insbesondere das Service-Geschäft sowie die erhöhte Nachfrage in den USA.

Der Auftragseingang bei Vecoplan sank mit 72,9 Mio € um 18 Prozent bzw. 16,4 Mio €. So mache sich in den Geschäftsbereichen Recycling/Waste und Wood/Biomass eine anhaltende Investitionszurückhaltung bemerkbar, während das Service-Geschäft weiterhin eine hohe Nachfrage verzeichne, hieß es. Der Auftragsbestand habe sich zum Ende des ersten Halbjahres 2023 um über 15 Prozent auf 82,5 Mio € im Vergleich zum Jahressende 2022 reduziert. Das Ebitda von Vecoplan stieg umsatz- und margengetrieben deutlich um mehr als die Hälfte auf 9,6 Mio €. Das Ebit stieg von 6,3 Mio € auf 7,7 Mio €. Im Vorjahr hätten gestiegene Materialpreise das Ergebnis belastet, die in langlaufenden Projekten nicht vollständig an Kunden hätten weitergegeben werden können, heißt im Bericht weiter.

Vecoplans umsatzstärkste Region bleibt Nordamerika. Dort erwirtschaftete der rheinland-pfälzische Recyclingtechnik-Anbieter im ersten Halbjahr mit 40,7 Mio € rund 46 Prozent des Gesamtumsatzes. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum lagen die nordamerikanischen Erlöse noch bei 30 Mio €. In Deutschland konnte Vecoplan seinen Umsatz im Halbjahr mit rund 12,7 Mio € in etwa halten, wie auch im Rest der EU, wo 22,0 Mio € Umsatz erlöst werden konnten. Rund 11,0 Mio € erwirtschaftete das Westerwälder Unternehmen in anderen Regionen.

Max Automation erhöht Gewinnprognose

Insgesamt hat die Max Automation AG im Halbjahresvergleich bis Juni um 15 Prozent höhere Umsätze von rund 217 Mio € und ein deutlich besseres Ebitda von 27,4 Mio € (16,5 Mio €) erwirtschaftet. Einbußen im Auftragseingang aufgrund von Investitionszurückhaltung und -verschiebungen seien deutlich geringer ausgefallen als im Branchendurchschnitt des deutschen Maschinenbaus, wobei das Tochterunternehmen BDtronic sogar zulegen konnte. Die Unternehmensführung geht von einem besseren Ergebnis im Gesamtjahr aus und erhöhte die bisherige Ebitda-Prognose um drei Mio € auf einen Rahmen zwischen 38 Mio und 44 Mio € bei einem unverändert erwarteten Konzernumsatz von 410 Mio bis 470 Mio €.

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