USB Bochum baut Wasserstoff-Mobilität mit zweitem Müllfahrzeug aus

Der kommunale Entsorger USB Bochum hat ein zweites Wasserstoff-Fahrzeug in seine Flotte integriert, um die Abfallsammlung umweltfreundlicher zu gestalten. Mit einer Tagesleistung von ca. 650 bis 700 Behältern, was einer Sammelmenge von 20 bis 22 Tonnen entspricht, soll der emissionsfreie Lkw für die tägliche Restmüllabfuhr eingesetzt werden.

Im Praxistest des ersten wasserstoffbetriebenen Müllwagens (Enginius Bluepower der Marke Faun) habe sich bereits gezeigt, dass Reichweite und Nutzlast alltagstauglich sind. Je nach Fahrverhalten müsse etwa alle drei Tage getankt werden, erklärte Thorben Schäfer, Einsatzleiter der USB Bochum GmbH. Von Nachteil sei bisher die Tank-Infrastruktur, da der Wasserstoff aus dem 25 Kilometer entfernten Herten bezogen werden muss.

Das neue Fahrzeug wird durch Mittel aus dem Bundesförderprogramm „Saubere Luft“ mitfinanziert. Ein weiteres Wasserstoff-Abfallsammelfahrzeug und ein Wasserstoff-Sperrmüllwagen sollen im Lauf des Jahres noch hinzukommen. Der Bund steuert unter anderem aus dem Förderprogramm „NIPII-Marktaktivierung“ rund 1,87 Mio € bei. Bislang decken die Fördergelder etwa 90 Prozent der Mehrkosten für die Anschaffungen.

USB Bochum setzt bereits seit Jahren auf alternative Antriebstechnologien. Neben den beiden Wasserstofffahrzeugen gehören auch ein Erdgas- und zwei batterie-elektrische Abfallsammelwagen zur Flotte. Insgesamt haben 41 Fahrzeuge des Unternehmens Elektro- oder Hybridantrieb.

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