
Der Kunststoffrecycler Cabka hat laut heute veröffentlichten, vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2023 einen Gesamtumsatz von 197 Mio € erwirtschaftet. Der Umsatz blieb damit um sechs Prozent unter dem Rekordumsatz aus dem Vorjahr und um rund drei Mio € unter dem zuvor prognostizierten Wert. Der etwas geringere Umsatz war laut Cabka auf eine Verzögerung bei einem Kundenprojekt zurückzuführen. Zudem hat sich das Unternehmen im letzten Jahr von seinem PVC-Geschäft getrennt. Eine schwächere Entwicklung im Bereich Lohnfertigung hat sich ebenfalls negativ auf den Umsatz ausgewirkt. Dieser Geschäftsbereich hat laut Cabka allerdings nur eine untergeordnete Bedeutung.
Das operative Ergebnis (EBITDA) hat sich dennoch positiv entwickelt und lag mit 24,2 Mio € um etwa zwei Mio € über Vorjahr. Diese Verbesserung führt Cabka auf ein deutliches Wachstum in dem wichtigen Geschäftsbereich Customized Solutions zurück, der kundenspezifische Kunststoffprodukte anbietet. Insbesondere im vierten Quartal habe sich das Geschäft mit maßgeschneiderten Produkten für einzelne Großkunden positiv entwickelt.
Cabka bezeichnet das abgelaufene Geschäftsjahr in seiner Mitteilung als „herausfordernd“. So hätte das hohe Zinsniveau zu einem deutlichen Lagerabbau und Einschränkungen bei den Investitionen auf Kundenseite in den meisten Absatzmärkten des Unternehmens geführt.
Cabka beschäftigt gut 700 Mitarbeiter an sechs Standorten in Deutschland, den USA, Belgien und Spanien. Das Unternehmen produziert aus Kunststoffabfällen Palletten und wiederverwendbare Transportverpackungen für verschiedene Branchen, darunter die Pharma- und chemische Industrie, aber auch die Automobilbranche, die Landwirtschaft und der Handel. Cabka recycelt an seinen Standorten nach eigenen Angaben rund 150.000 Tonnen Kunststoffabfälle pro Jahr.



