Umsatz von Alpla 2023 leicht rückläufig

Der Umsatz des österreichischen Recycling- und Verpackungsunternehmens Alpla Group ist im vergangenen Jahr um acht Prozent auf 4,7 Mrd € zurückgegangen. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, haben sich niedrigere Materialpreise und Wechselkurseffekte negativ ausgewirkt. Zudem verweist Alpla auf den außergewöhnlich hohen Vergleichswert aus dem Vorjahr: 2022 war der Umsatz gegenüber 2021 um rund 27 Prozent auf 5,1 Mrd € gewachsen.

Im vergangenen Jahr erzielte Alpla vor allem in Afrika und Asien Zuwächse, während die Nachfrage in Nord- und Zentralamerika sowie China stagnierte. In Europa konnte das Unternehmen seine Präsenz im Pharma-, Recycling- und Industriebereich ausbauen.

„Auf das Jahr der hohen Kosten folgte 2023 branchenweit ein Jahr der gemischten Nachfrage und Fluktuation. Dennoch haben wir eine stabile Wertschöpfung erzielt, umfangreich investiert, innovative Produkte entwickelt und Kapazitäten ausgebaut“, sagt CEO Philipp Lehner.

Recycling-Ziel von 25 Prozent im Blick

Beim Recycling ist Alpla trotz leicht rückläufiger Nachfrage 2023 seinem Ziel nähergekommen: Bis 2025 sollen mindestens 25 Prozent Recyclingmaterial in den Verpackungen verarbeitet werden. Derzeit liege der Anteil bei rund 20 Prozent.

Alpla hat im Recycling-Bereich 2023 kräftig investiert und seine Aktivitäten unter der Marke „ALPLArecycling“ gebündelt. Zu den Neuinvestitionen zählte der im Juni angekündigte Aufbau einer Recyclinganlage in Südafrika; der Standort in Polen wird erweitert. Hintergrund hierfür ist die wachsende Bedeutung der Sparte, die starke Expansion und die steigende Nachfrage nach Rezyklaten, hieß es.

Nach eigenen Angaben investiert Alpla im Recyclingbereich jährlich mehr als 70 Mio € in neue Anlagen, Produktionslinien und Technologien. Die installierte und projektierte Output-Kapazität wurde 2023 auf 350.000 Tonnen gesteigert, wovon 266.000 Tonnen auf rPET (recyceltes PET) und 84.000 Tonnen auf rHDPE (recyceltes HDPE) entfallen. Gegenüber 2021 hat sich die Kapazität damit verdoppelt.

„Kreislaufwirtschaft und Design for Recycling sind die Zukunft. Dafür sorgen wir schon heute mit einem massiven Ausbau unserer Kapazität vor. Die stark gestiegene Nachfrage nach recyceltem HDPE bestätigt unsere Strategie“, betont Philipp Lehner.

Alpla produziert in 47 Ländern Verpackungen für Lebensmittel, Haushaltsartikel und den Pharmabereich und beschäftigte 2023 rund 23.300 Mitarbeitende. Die Standortanzahl stieg durch Neubauten, Erweiterungen und Akquisitionen von 190 auf 196. Auf den Recycling-Bereich entfielen im letzten Jahr rund 1.100 Mitarbeitende in 13 Werken in Österreich, Deutschland, Polen, Mexiko, Italien, Spanien, Rumänien und Thailand, von denen vier als Joint Ventures mit regionalen Partnern betrieben wurden.

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