Die Münchner Tubis AG treibt den Aufbau des chemischen Recyclings von gemischten Kunststoffabfällen in Deutschland voran. Am 27. August hat das Unternehmen in Nobitz (Thüringen) mit dem Bau einer neuen Pyrolyseanlage begonnen. Auf einer Fläche von rund 18.000 m² soll dort bis Ende 2026 eine Pyrolyseanlage mit einer Kapazität von rund 24.600 Tonnen pro Jahr entstehen. Für die erste Bauphase sind Investitionen in Höhe von etwa 15 Mio € vorgesehen. Nach Unternehmensangaben sollen rund 15 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Bereits zuvor hatte Tubis angekündigt, dass die erste Anlage des Unternehmens in Plauen (Sachsen) noch im zweiten Quartal 2025 den Betrieb aufnehmen soll. In das Projekt wurden ebenfalls rund 15 Mio € investiert. Die Anlage ist auf eine Jahreskapazität von 24.500 Tonnen ausgelegt. Tubis wirbt mit einem steuerbaren, kontinuierlichen Prozess, bei dem gemischte Kunststoffabfälle bei Temperaturen von bis zu 570 Grad Celsius zu einem Öl-Gas-Dampf-Gemisch umgesetzt werden. Dieses wird zu schwefelarmem, chlorfreiem Öl und Gas getrennt und über mehrere Filtrationsstufen veredelt. Nicht nutzbare Gasmengen werden zur Beheizung der Anlage eingesetzt. Das gewonnene Pyrolyseöl diene als Rohstoff für industrielle Anwendungen, insbesondere zur Herstellung neuer Kunststoffe. Es könne branchenweit auch als Ersatz für fossiles Rohöl eingesetzt werden....




