In Deutschland wird es mittelfristig genügend Kapazitäten zur thermischen Behandlung von kommunalem Klärschlamm geben. Die volle Deckungskapazität wird aber erst nach 2029 erreicht. Regional wird es wahrscheinlich zu Über- und Unterkapazitäten kommen. Das sagte Patric Heidecke vom Umweltbundesamt (UBA) auf den diesjährigen Klärschlammtagen der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) in Würzburg.
Derzeit würden zwar Verbrennungskapazitäten geschaffen, dies sei aber mit viel Unsicherheit verbunden. Dazu gehören laut Heidecke lange Realisierungszeiträume, eine begrenzte Verfügbarkeit an Anlagenbauunternehmen und parallele Planungen, die mit Blick auf das Jahr 2029 und 2032, wenn Klärschlamm aus Kläranlagen mit einer Ausbaugröße, die über 100.000 bzw. 50.000 Einwohnerwerten liegt, nicht mehr bodenbezogen verwertet werden darf, ungewiss erscheinen.
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