Der Aluminiumhersteller und -recycler Trimet musste im Geschäftsjahr 2023/24 (1.7.-30.6.) einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen. Die Erlöse des Essener Konzerns gingen um 22 Prozent auf 2,13 Mrd € zurück. Hauptursächlich waren neben leicht gesunkenen Metallmengen auch rückläufige Erlöse aus den Stromverkäufen, die annähernd das Volumen der Metallumsätze erreichten.
Mit 1,9 Mrd € (Vorjahr: 2,5 Mrd €) entfiel der Großteil des Konzernumsatzes auf die Sparte Primary Products mit den vier Hüttenstandorten in Essen, Hamburg, Voerde und im französischen Saint-Jean-de-Maurienne. Auch in der Sparte Recycling verringerten sich die Umsätze deutlich von 230 auf 211 Mio €. Das Geschäft war durch eine schwache Automobilproduktion in Deutschland und eine angespannte Verfügbarkeit von Aluminiumschrotten spürbar belastet, heißt es in dem im Bundesanzeiger aktuell veröffentlichten Lagebericht. Die Produktionszahlen in den beiden Recyclingwerken in Gelsenkirchen und Harzgerode reduzierten sich um etwa fünf Prozent auf insgesamt 92.700 Tonnen.
Trotz vieler negativer Belastungen im Geschäftsjahr und umfangreicher Umbauarbeiten in Gelsenkirchen trugen beide Recyclingwerke den Angaben zufolge zu einem positiven, aber nicht ausgewiesenen Jahresergebnis der Konzerntochter Trimet Aluminium SE bei. Insgesamt erwirtschaftete der im Familienbesitz befindliche Konzern Trimet SE einen Jahresüberschuss von 426 Mio €, verglichen mit 554 Mio € im Jahr zuvor. Das Ebitda verringerte sich von 865 auf 654 Mio €, lag damit aber deutlich über den Erwartungen.
Für das kürzlich zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2024/25 rechnete die Unternehmensführung zum Zeitpunkt der Berichterstellung im vergangenen September mit einem erneuten deutlichen Ergebnisrückgang. Begründet wurde dies mit der anhaltend konjunkturellen Schwäche, dem Wegfall von Erlösen aus Stromverkäufen sowie ergebnisbelastenden Faktoren durch das Hochfahren der Trimet-Elektrolysestandorte.




