Tecpart: Weniger Umsatz, Rezyklatanteil stagniert

Die Kunststoffverarbeitung in Deutschland hat 2025 erneut leicht verloren. Technische Kunststoffprodukte büßen rund 500 Mio. € Umsatz ein. Gleichzeitig stagniert der Rezyklateinsatz bei knapp 20 Prozent, während der Nahostkonflikt Primärkunststoffe verteuert und Rezyklate an Bedeutung gewinnen könnten.

Nach Angaben des Verband Tecpart sank der Branchenumsatz um fast ein Prozent auf 69 Mrd. €. Besonders betroffen war das Segment der technischen Kunststoffprodukte, das von 19,8 Mrd. € auf 19,3 Mrd. € um 2,4 Prozent nachgab.

„Eine halbe Milliarde Euro weniger für die inländische Produktion technischer Kunststoffteile – für Mobilität, Medizintechnik und Kommunikation: Wie passt diese Entwicklung zu den Resilienz- und Standortzielen auf EU- und Bundesebene“, fragt Tecpart-Vorstandsvorsitzender Felix Loose. Nur mit wettbewerbsfähigen Energiepreisen, spürbarem Bürokratieabbau, Investitionsanreizen sowie einer zukunftsweisenden Unternehmensbesteuerung werde eine Trendwende gelingen.

Parallel dazu blieb auch die Mengenentwicklung schwach. Sinkende Erlöse bei gleichzeitig steigenden Kosten führten dazu, dass nur 16 Prozent der Unternehmen ihre Gewinne steigern konnten. 39 Prozent bauten Personal ab, die Beschäftigtenzahl sank um knapp drei Prozent auf 305.000. Auch die Zahl der Betriebe ging zurück.

Für die Kreislaufwirtschaft besonders relevant ist die Entwicklung beim Rezyklateinsatz: Trotz der wirtschaftlich angespannten Lage stieg die eingesetzte Menge in der gesamten Kunststoffverarbeitung nur leicht um ein Prozent auf 2,42 Mio. Tonnen. Die Rezyklatquote erhöhte sich entsprechend marginal von 19,5 auf 19,7 Prozent....

Weiterlesen mit

Sie können diesen Artikel nur mit einem gültigen Abonnement und nach erfolgter Anmeldung nutzen. Registrierte Abonnenten können nach Eingabe ihrer E-Mail-Adresse und ihres Passworts auf alle Artikel zugreifen.
- Anzeige -

Themen des Artikels
Kategorie des Artikels
- Anzeige -