
Nach der Einigungsempfehlung der Schlichtungskommission werden am kommenden Wochenende die Tarifverhandlungen für die mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen fortgeführt. Der Start der zweitägigen Verhandlungen ist für Samstag um 11 Uhr in Potsdam angesetzt, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.
Die Einigungsempfehlung hat eine Laufzeit von 27 Monaten und sieht ab 1. April 2025 eine lineare Entgelterhöhung in Höhe von drei Prozent, mindestens jedoch 110 € vor. Ab 1. Mai 2026 erfolgt eine weitere Entgelterhöhung in Höhe von 2,8 Prozent. Für die Beschäftigten soll zudem die Jahressonderzahlung erhöht werden, einen Teil der Jahressonderzahlung können die Beschäftigten in bis zu drei freien Tagen eintauschen.
Das Schlichtungsverfahren war von den Arbeitgebern am 17. März auf Grundlage der gültigen Schlichtungsvereinbarung eingeleitet worden, nachdem sie das Scheitern der Verhandlungen in der dritten Runde erklärt hatten.
Vorsitzender der Schlichtungskommission ist Roland Koch. Der frühere hessische Ministerpräsident war von der Arbeitgeberseite benannt worden. Der zweite Vorsitzende ist der ehemalige Staatsrat Henning Lühr, ihn hatte die Arbeitnehmerseite berufen.



