
Am Standort Singen am Hohentwiel hat das Pharma-Unternehmen Takeda sein neues Biomasseheizwerk offiziell in Betrieb genommen. Unterstützt mit Fördermitteln des Bundeswirtschaftsministeriums wurden in die Anlage rund 14,5 Mio € investiert, teilte das Unternehmen mit.
Befeuert wird die Anlage mit A-I-Altholz aus nachhaltigen Quellen der Region, wodurch bis zu 80 Prozent der früheren Gasversorgung am Standort Singen ersetzt werden. Ausgestattet mit einem 8-MW-Dampfkessel können täglich bis zu 40 Tonnen Altholz verwertet werden - genug, um den Energiebedarf des Standorts langfristig und schwankungsunabhängig zu decken. So lassen sich Takeda zufolge insgesamt 7.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Die Anlage ist zudem für die spätere Integration einer Dampfturbine vorbereitet, um neben Wärme auch Strom zu erzeugen.
Die Anlage wird ganzjährig betrieben, die Wärmeleistung dem entsprechenden Bedarf angepasst. Stillstandsphasen seien nur im Rahmen von Wartungsarbeiten vorgesehen und würden entsprechend langfristig vorab geplant, so Takeda auf Anfrage. Das Brennstofflager des Biomasseheizwerks verfügt über eine Kapazität von 500 Tonnen Altholz, das Material wird dem Heizwerk über einen Schubboden zugeführt. Der Anlagenbetrieb erfolgt vollautomatisch einschließlich der Beschickung mit Holz.
Singen ist ein weltweites Drehkreuz für die Impfstoffproduktion von Takeda. Dabei stellen der energieintensive Gefriertrocknungsprozess und die Lagerung bei minus 80 Grad Celsius höchste Anforderungen an Versorgungssicherheit und Energieeffizienz, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.
Bernd Häusler, Oberbürgermeister der Stadt Singen, unterstreicht anlässlich der Inbetriebnahme die Bedeutung des Projekts für die Stadt Singen: „Takeda ist nicht nur einer der größten Arbeitgeber unserer Stadt, sondern auch ein herausragendes Beispiel dafür, wie sich wirtschaftliche Stärke mit Verantwortung für die Region vereinen lässt. Das Biomasseheizwerk wird dazu beitragen, Singen als dynamischen, nachhaltigen und zukunftsorientierten Wirtschaftsstandort weiter zu etablieren."



