Sylt-Shuttle: Biosprit anstelle von Diesel hat sich bewährt

Seit dem Abschied vom Diesel vor einem Jahr hat der zwischen Niebüll und Westerland eingesetzte Sylt-Shuttle-Zug nach Betreiberangaben 2,7 Mio Liter des Biokraftstoffs HVO vertankt. Damit seien 7.600 Tonnen CO2 eingespart worden, teilte die Deutsche Bahn mit. „HVO ist ein echter Klimaschützer“, kommentierte die Konzernbevollmächtigte der DB für Hamburg und Schleswig-Holstein, Ute Plambeck. „Mit jedem Liter HVO statt Diesel gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaneutralität.“ In den kommenden Jahren werde die DB deshalb schrittweise alle noch verbleibenden Diesel-Tankstellen auf HVO umrüsten.

Der Bahn zufolge verursacht HVO (Hydrotreated Vegetable Oil - Hydriertes Pflanzenöl) im Vergleich zum herkömmlichen Diesel unter dem Strich rund 90 Prozent weniger Treibhausgas-Emissionen. Der Kraftstoff wird aus biologischen Rest- und Abfallstoffen hergestellt, beispielsweise aus tierischen Fetten aus der Nahrungsmittelverarbeitung, Altspeiseöl oder Gülle. Der von der DB bezogene Biokraftstoff sei zudem frei von Palmöl, hieß es. Für die Marschbahn zwischen Hamburg und Westerland ist kein HVO-Einsatz geplant; diese Strecke wird elektrifiziert.

Mit 17 Mio Litern des Biokraftstoffs HVO setzt die Bahn im laufenden Jahr nach eigenen Angaben bereits die doppelte Menge an Biokraftstoff in ihren Dieselloks ein als geplant. Damit erreiche der Konzern sein selbstgestecktes Mengenziel für 2025 bereits zwei Jahre früher. Bundesweit werde die DB bis zum Jahresende 14 Tankstellen auf HVO umgerüstet haben.

Das Unternehmen hat bisher rund 1.000 Fahrzeuge für die Betankung mit dem Biokraftstoff HVO zugelassen, die Güterverkehrstochter DB Cargo mit 800 Fahrzeugen bereits die gesamte Flotte. In den kommenden fünf Jahren sollen auch die restlichen 2.000 Dieselfahrzeuge der DB-Bestandsflotte folgen. (dpa)

- Anzeige -

Themen des Artikels
Kategorie des Artikels
- Anzeige -