Strabag baut Recyclinganlage für Bauabfälle in Neuss

Die Strabag AG baut seit Jahresbeginn im Neusser Hafen einen neuen Wertstrommanagement-Standort für das Recycling von mineralischen Bau- und Rohstoffen. Mit einer trimodalen Anbindung an Hafen, Straße und Schiene sollen hier künftig jährlich bis zu 250.000 Tonnen Materialien wie Boden-Bauschutt-Gemische aufbereitet werden. Die Genehmigung für das 4,6 Mio € teure Vorhaben erhielt der Baukonzern bereits im vergangenen September. Der Betriebsstart des neuen WSM-Standorts ist für Sommer dieses Jahres geplant.

In einer Region, die stark von städtischem Wachstum und großen Infrastrukturprojekten geprägt ist, stellt das Projekt laut Strabag ein „starkes Zeichen für nachhaltiges Bauen und zukunftsorientierte Kreislaufwirtschaft“ dar. „Der trimodale Anschluss entlastet das örtliche Straßennetz und reduziert dadurch die CO2-Emissionen erheblich, was insbesondere in einer Region mit intensiver Bautätigkeit wie in Nordrhein-Westfalen von unschätzbarem Vorteil ist“, erklärte Georg Lehde, kaufmännischer Leiter der Strabag-Direktion Nordrhein-Westfalen. Zudem lege das Unternehmen bereits in der Bauphase ein großes Augenmerk auf eine nachhaltige Umsetzung, unter anderem durch den Einsatz von Niedrigtemperaturasphalt und die Implementierung eines Energiemanagementsystems.

Im späteren Betrieb sollen am Standort pro Jahr bis zu 250.000 Tonnen mineralische Bau- und Rohstoffe angenommen und systematisch aufbereitet werden. Die Materialien werden dabei zunächst gesiebt und in zwei Wertströme getrennt: Boden und Bauschutt. Während der gesiebte Boden für Auffüllungsmaßnahmen genutzt wird, durchläuft der Bauschutt weitere Aufbereitungsschritte. Nach der Zerkleinerung durch einen Brecher und einer chemischen Analyse soll das Material als hochwertiges Recycling-Material, beispielsweise für den Straßenunterbau, wiederverwendet werden.

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