Steinert zufrieden mit Start von neuer Sortieranlage bei der MDSU in Magdeburg

Rund ein halbes Jahr nach Inbetriebnahme der neuen Sortieranlage zur Rückgewinnung von Nichteisenmetallen aus Rostasche in Magdeburg zieht der Kölner Technikanbieter Steinert eine positive Zwischenbilanz. Die von der zur Neumann-Gruppe gehörenden Mitteldeutschen Schlackenunion (MDSU) betriebene Anlage habe sich als technisches Vorzeigeprojekt erwiesen und setze neue Maßstäbe bei Effizienz und Reinheit der gewonnenen Metallfraktionen.

Die Anlage am Standort Reesen verarbeitet laut Steinert derzeit rund 60.000 Tonnen Nichteisenmetalle pro Jahr. Die Anlagenkapazität beträgt sogar 90.000 Tonnen, womit sie die größte ihrer Art in Deutschland sei. Ziel sei es, den Metallgehalt aus Müllverbrennungsschlacke möglichst vollständig in den Stoffkreislauf zurückzuführen.

Zum Einsatz kommt eine mehrstufige Sortiertechnologie von Steinert. Zunächst werden mithilfe von acht Wirbelstromabscheidern Nichteisenmetalle vom mineralischen Trägerstoff getrennt. Es entsteht eine Zorba-Fraktion mit hoher Metallausbeute, die den Grundstein für die nachgeschaltete Feinsortierung bildet.

Die präzise Trennung innerhalb dieser gemischten NE-Metallfraktion übernimmt anschließend ein von Steinert entwickeltes Sortiersystem mit Röntgentransmissions-Technologie (XRT). Anders als optische Systeme werde mit XRT das Materialinnerste erkannt, erklärt Steinert die Vorteile der Technik. Auf diese Weise ließen sich Leichtmetalle wie Aluminium oder Magnesium anhand ihrer atomaren Dichte zuverlässig von schwereren Fraktionen wie Kupfer, Messing oder Zink trennen. Den letzten, dritten Sortierschritt übernimmt ein auf Röntgenfluoreszenz (XRF) basierendes Rutschensystem, das einzelne Metalle wie Kupfer, Messing, Zink oder Edelstahl sortenrein aufbereitet.

Laut MDSU-Geschäftsführer André Hartl wurde die Anlage bereits im Vorfeld gemeinsam mit dem Steinert-Testzentrum in Köln auf die spezifischen Anforderungen für die Rostaschesortierung abgestimmt. Als zusätzliche Besonderheit kommt das Add-on „Splitcontrol“ zum Einsatz, das die Flugparabel des Sortierguts in Echtzeit analysiert und die Bandgeschwindigkeit automatisch anpasst. Eine vollständige Edelstahlverkleidung schützt die Maschinen zudem vor korrosiven Bestandteilen in der feuchten Rostasche.

Die MDSU setzt eigenen Angaben zufolge standortübergreifend auf Sortiertechnik von Steinert und plant, die Zusammenarbeit weiter auszubauen.

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