Stadtreinigung Hamburg sagt Schrotträdern den Kampf an

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Die Stadtreinigung Hamburg will in den nächsten Wochen wieder verstärkt gegen schrottreife Fahrräder vorgehen. Der Kommunalentsorger startete heute gemeinsam mit fünf Bezirksämtern der Hansestadt die Schwerpunkt-Aktion gegen „Fahrradleichen“. Dabei sollen bis Ende Mai in ganz Hamburg „viele hundert Altfahrräder“ von der SRH im Auftrag der Bezirksämter entfernt werden.

Der offizielle Auftakt für die Aktion fand heute in Winterhude statt. Dort hatte das zuständige Bezirksamt Hamburg-Nord vor mehr als 14 Tagen rund 200 Schrotträder im öffentlichen Raum zur Abholung gekennzeichnet. Im Beisein von Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne), SRH-Geschäftsführer Rüdiger Siechau, Michael Werner-Boelz (Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord) und Hamburgs Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue wurden die markierten Schrotträder mit einem Seitenschneider von Geländern, Pfählen und anderem Stadtmobiliar weggeflext. In den kommenden Wochen sollen in weiteren Bezirken auf diese Weise freie Stellplätze für Fahrräder und gleichzeitig ein Beitrag zu mehr Sauberkeit geschaffen werden.

Etwa 4.000 Schrotträder werden pro Jahr in Hamburg entfernt

Die Stadtreinigung entfernt nach eigenen Angaben durchschnittlich rund 4.000 Schrotträder pro Jahr aus dem Stadtbild. Deutlich mehr als 1.000 Stück davon sind reparaturfähig und werden bei der SRH instandgesetzt und anschließend in den Filialen des eigenen Gebrauchtwarenkaufhauses Stilbruch zu günstigen Preisen verkauft.

„Öffentliche Flächen in Hamburg dürfen nicht zu einem Schrottplatz für alte, abgestellte Fahrräder werden. Mehrere tausend davon werden jährlich über die gesamte Stadt verteilt einfach stehengelassen. Diese Alträder blockieren nicht nur viele Abstellmöglichkeiten, sondern beeinträchtigen auch die Verkehrssicherheit“, erklärte Kerstan. Mit dieser Schwerpunktaktion schaffe man Platz für Fahrräder, die auch wirklich benutzt werden, weil ihre Besitzer beispielsweise auf ihr Auto verzichten. „Und die Alträder, die noch nutzbar sind, werden recycelt und wieder in Umlauf gebracht. Das ist umweltfreundliche Kreislaufwirtschaft von der wir alle profitieren“, betonte der Umweltsenator.

„Müllablagerungen und Schrotträder sind für alle ein Ärgernis, um das sich die Stadtreinigung Hamburg schnell und konsequent kümmert. Schrotträder können übrigens wie jede andere wilde Müllablagerung auch bequem über die App der SRH gemeldet werden“, ergänzte Siechau. Noch besser wäre es allerdings, wenn die Angebote der zwölf Recyclinghöfe genutzt würden, da man auch dort alte Fahrräder gebührenfrei abgeben kann, so der SRH-Geschäftsführer weiter.

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